EMPURIABRAVA, 05.07.2022 - 02:39 Uhr

Streik des Kabinenpersonals von Ryanair zu Beginn der Ferienzeit - auch in Girona

GIRONA / KATALONIEN / SPANIEN: Die Gewerkschaften rufen das Kabinenpersonal der irischen Gesellschaft Ryanair zu einem Streik an den ersten beiden Wochenenden des Sommers auf, d.h. zwischen dem 24. und 26. Juni und zwischen dem 30. Juni und 2. Juli. In einer Erklärung beklagen die Gewerkschaften, dass Ryanair-Beschäftigte "weiterhin drittklassige Arbeitnehmer" seien, und fordern das Unternehmen auf, "grundlegende Arbeitsrechte und Gerichtsurteile" einzuhalten und sich an einen Tisch zu setzen, um "einen anständigen Vertrag und Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiter" auszuhandeln. Ryanair hat Basen an 10 verschiedenen Orten in Spanien, darunter auch in Girona. Das Unternehmen ist für den Großteil des Flugbetriebs auf dem Flughafen bei Vilobí d'Onyar verantwortlich. "Es ist das einzige internationale Unternehmen in unserem Land ohne Tarifvertrag", so Lidia Arasanz, Generalsekretärin der Gewerkschaftssektion USO bei Ryanair. Somit könnten Flüge ab Girona während der mit Ryanair vereinbarten Streiktage betroffen sein.

Den Gewerkschaftern zufolge ist das Ziel des neuen Streiks nichts anderes, als die Fluggesellschaft zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über den ersten Tarifvertrag für das Kabinenpersonal in Spanien zu bewegen, der seit acht Monaten verhandelt wird. Sie lehnen auch die Vereinbarung mit der CCOO ab, "einer Gewerkschaft, die im Flugpersonal des Unternehmens nicht vertreten ist und deren Arbeitsbedingungen bereits entweder durch frühere Streiks oder nach gerichtlichen Klagen durchgesetzt wurden", so Manuel Lodeiro, Vizepräsident von Sitcpla bei Ryanair.

Sowohl USO als auch Sitcpla stimmen darin überein, dass das Unternehmen versucht hat, "sie als Gewerkschaften zu annullieren, weil sie sich weigerten, die angebotenen prekären Bedingungen zu unterzeichnen". "Jetzt versucht Ryanair, uns mit einer Vereinbarung auszulöschen, die nur gilt, wenn man CCOO angeschlossen ist", prangern sie an. Darüber hinaus weisen sie darauf hin, dass die Vereinbarung Verbesserungen enthält, die Teil des Pakets der gegen das Unternehmen ergangenen Gerichtsurteile sind, wie z.B. die Lohnerhöhung um 1.000 Euro im Jahr 2022 und 800 Euro im Jahr 2023 sowie die festen Arbeitszeiten von fünf Arbeitstagen und drei Ruhetagen. Sie erklären auch, dass für 2019 bereits unbefristete und direkte Arbeitsverträge mit Ryanair ohne Vermittlung von Agenturen vereinbart waren, die jedoch gebrochen wurden.

Andererseits behaupten sie, dass die Unterschreitung des Mindestlohns, wie sie bei Besatzungsmitgliedern mit Stundenverträgen immer noch der Fall ist, eine "illegale" Situation ist und "bei der Aufsichtsbehörde angezeigt" wurde. In Bezug auf die 600 garantierten Flugstunden behaupten sie außerdem, dass dies eine Forderung sei, die die Gewerkschaften an Ryanair gerichtet hätten.
Foto: Joaquin Corbalan - stock.adobe.com

Dienstag 14. Juni 2022 14.06.22 18:16

          

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