EMPURIABRAVA, 15.08.2022 - 22:41 Uhr

Bürgerforum hat die 10 finalen Vorschläge zum Bürgerhaushalt 2023 für Empuria und Castelló ausgewählt

EMPURIABRAVA / CASTELLÓ / KATALONIEN: Vergangenen Donnerstag entschied ein Bürgerforum im Gotischen Saal des Rathauses in Castelló d’Empúries darüber, welche der 71 in der Endausscheidung befindlichen Vorschläge (von eingereichten 460) zum Bürgerhaushalt über 250.000 Euro in die Endausscheidung kamen.

Während der Sitzung wurden die anwesenden Bürger (darunter auch der ARENA-Herausgeber, zu sehen auf dem Foto direkt unter dem TV) auf vier Tische verteilt und hier wurden die 71 Vorschläge diskutiert, analysiert und auf Wichtigkeit hin ausgesucht. Es gab Vorschläge für Empuriabrava (nicht so viele) und Castelló (wesentlich mehr), was denn das Rathaus besser machen muss oder wo investiert werden müsste. Letztendlich einigten sich die Tische auf jeweils sechs Vorschläge (und man muss jetzt nicht meinen, dass die beiden Ausländer unter den Anwesenden von der katalanischen Mehrheit niedergewalzt wurden, sondern es wurde fair diskutiert und die anwesendem katalanischen Bürger sahen auch ein, dass einige Punkte für Empuriabrava wichtig waren - sehr fair das alles).

Danach wurden 15 Vorschläge (einige Tische hatten das gleiche Projekt priorisiert und wurden mehrfach vorgeschlagen) präsentiert und von diesen wurden 10 mittels einer speziellen Handy-App - und zwar die mit den meisten Stimmen - zur Endrunde zugelassen. Ein einfaches, aber doch in sich schlüssiges System.  Diese Vorschläge werden dann im September oder Oktober den Einwohnern Empuriabravas und Castellós präsentiert und dann kann jeder gemeldete Bürger via Internet oder über ein Telematiksystem mit darüber abstimmen, welche Vorschläge er für wichtig hält und drei auswählen.

Anna Massot, Stadträtin für Bürgerbeteiligung, bedankt sich für das Engagement aller, die am Bürgerforum teilgenommen haben, und versichert: "Jetzt ist es an der Zeit, die Beteiligung, die wir während des gesamten Prozesses erreicht haben, zu würdigen und die Bevölkerung zu ermutigen, sich aktiv an der Schlussabstimmung zu beteiligen. Alle Projekte der Finalisten sind sehr interessant und würden einen Qualitätssprung für die Gemeinde bedeuten".

Die 10 ausgewählten Vorschläge für die Endrunde sind wie folgt:

1. Die Sanierung des “Centros” (Anfangsphase). In dem ehemaligen Kino in Castelló soll ein Bürgertreff für die älteren Mitbewohner entstehen.

2. Bereitstellung von Paddle-Tennisplätzen in der Gemeinde. Ob in beiden Ortsteilen oder nur in einem ist noch nicht klar.

3. Schaffung eines Radwegenetzes, das die wichtigsten Gebiete der Gemeinde miteinander verbindet, sowohl für Fahrräder als auch für Roller. Ganz wichtig für Empuriabrava und es wäre schön, wenn es auch einen Radweg zwischen Empuria und Castelló geben würde und nicht nur den über die Muga.

4. Reinigen, restaurieren und schützen der Mauer und des Rec del Molí (Stadtgrabens). Eine Sehenswürdigkeit in Castelló.

5. Anpassung der Bürgersteige in der Gemeinde, um sie besser zugänglich zu machen, vor allem für die älteren Bürger, behinderte Mitmenschen oder Rollstuhlfahrer. Wichtiger Punkt.

6. Verbesserung und Reparatur der Brücken in Empuriabrava, vor allem der bei Falconera. Wenn nichts passiert, wird sie irgendwann zusammenbrechen.

7. Umgestaltung der Straße, in der sich der Rec del Molí (Stadtgraben) befindet, in eine Kulturpromenade. Sehr gute und nicht so teure Idee, wäre eine Attraktion für Castelló.

8. Die Fußgängerwege an der Stadtmauer in Castelló sollten für alle zugänglich sein, um zu verhindern, dass dort Fahrzeuge parken und mit geringer Geschwindigkeit fahren. Ist bislang ein sehr gefährliches Nadelör.

9. Anbringen von LED-Leuchten an Zebrastreifen. Gilt für beide Orte und ist eine sehr gute Idee.

10. Abgetrennte Radwege in den verkehrsreichsten Gegenden von Empuriabrava mit reflektierenden Modulsystemen und Geländern an den gefährlichsten Kurven (C/ Migjorn – Camí de la Rubina - Empuriabrava). Ein Projekt, dass schon seit langem installiert gehört.


Nach dem Bürgerforum wird ein Fachausschuss zusammentreten, um die Kosten für diese zehn Vorschläge zu ermitteln, die dann im September und Oktober (Termine werden noch bekannt gegeben) der Öffentlichkeit zur Abstimmung vorgelegt werden. Insgesamt werden 250.000 Euro freigegeben, die aber nicht nur für ein Projekt ausgegeben werden dürfen. Maximalsumme für ein Projekt sind 150.000 Euro. Letztendlich können unter Umständen auch vier oder fünf Projekte gewählt werden, die einzeln nicht so viel kosten.

An dieser Schlussabstimmung können alle in der Gemeinde registrierten Personen über 16 Jahren online und über die in der Gemeinde verteilten Telematik-Wahlstellen teilnehmen.

Montag 20. Juni 2022 20.06.22 16:17

          

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