EMPURIABRAVA, 02.10.2022 - 21:16 Uhr

Roses: Autounfall vorgetäuscht, 3.600 Euro erschwindelt und anschliessend festgenommen

ROSES / KATALONIEN / SPANIEN: Beamte der Mossos d'Esquadra der Polizeistation Roses verhafteten in Figueres einen 42-jährigen Mann, am 19. Juli als mutmaßlichen Täter zweier Betrugsdelikte verdächtig war. Am 24. Juni meldete sich ein älterer Mann bei der Bürgerberatungsstelle Roses und berichtete, dass er Opfer eines Betrugs geworden sei, bei dem ein Unfall vorgetäuscht wurde.

Als er durch die Stadt Roses fuhr, gab ihm ein anderes Fahrzeug von hinten das Zeichen zum Anhalten. Als er geparkt hatte, erzählte ihm der Fahrer, der von zwei weiteren Personen begleitet wurde, dass sein Rückspiegel zerbrochen sei und zeigte ihm, dass sein Auto durch den Aufprall auf den Spiegel einen Kratzer hatte.

Nachdem er ihn getäuscht hatte, indem er ihm sagte, dass sie beide dieselbe Versicherungsgesellschaft hätten, gab er vor, den Unfall telefonisch zu regeln und leitete ihn an einen angeblichen Versicherungsangestellten weiter, der in Wirklichkeit ein Mitarbeiter des Täters war, damit dieser die Schadenssumme vorstreckte, um die Verfahren zu beschleunigen.

Der Mann, der davon überzeugt war, dass er den Unfall verursacht hatte und dafür bezahlen musste, ging zu einem Geldautomaten, hob 1.000 Euro ab und übergab sie. Nach dem Vorfall rief das Opfer bei seiner Versicherung an, die offensichtlich nichts von einem Unfall wusste, an dem sein Auto beteiligt war. Nachdem er gesehen hatte, dass der Kratzer an seinem Auto mit einem Tuch gereinigt werden konnte, wurde ihm klar, dass er Opfer eines Betrugs geworden war.

Am 13. Juni erfuhren die Mossos der Polizeistation Olot, dass auch ein älterer Mann in der Stadt Besalú Opfer eines Betrugs geworden war. Mit dem gleichen Modus Operandi wurde das Opfer um 2.600 Euro betrogen. Durch die Ermittlungen der zuständigen Polizeidienststellen in Roses und Olot konnten die Täter beider Taten ermittelt und die Betrüger festgenommen werden.

Bei dieser Betrugsmethode suchen die Täter nach älteren Opfern, da diese anfälliger und oft leichter zu täuschen sind. Es handelt sich um eine Methode, bei der Betrüger das Zerbrechen eines Rückspiegels durch einen kleinen absichtlichen Zusammenstoß provozieren oder vortäuschen und das Opfer glauben lassen, dass es selbst schuld ist.

Dann kommt oft ein falscher Versicherungsangestellter ins Spiel und überredet das Opfer, den geforderten Betrag in bar zu bezahlen, um das Verfahren zu vereinfachen.

Wir empfehlen, wachsam zu sein und sich nicht auf Bargeldzahlungen an unbekannte Personen einzulassen. Um Probleme zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen dringend, nach einem Verkehrsunfall die üblichen Verfahren über die Versicherung einzuleiten. Im Falle von Beharrlichkeit oder Ungewissheit in Bezug auf einen Sachverhalt ist es notwendig, die Notrufnummer 112 anzurufen und die Polizeidienste einzuschalten.

Der wegen ähnlicher Vorfälle vorbestrafte Häftling wurde am 20. Juli dem Untersuchungsrichter von Figueres vorgeführt, der seine Freilassung unter Auflagen anordnete.
Foto: Mossos d’Esquadra

Mittwoch 27. Juli 2022 27.07.22 18:51

          

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