EMPURIABRAVA, 13.08.2022 - 04:43 Uhr

Costa Brava: Franzosen sind Immobilienkäufer Nummer 1 – Deutsche warten ab

COSTA BRAVA / KATALONIEN / SPANIEN: Wenn an der nördlichen Costa Brava eine Immobilie verkauft wird, steckt als Käufer seit vielen Jahren fast sicher ein Franzose dahinter. Weiter südlich im Raum Platja d’Aro und Lloret de Mar dominierten seit ein paar Jahren die Russen – allerdings kauften diese fast ausschliesslich Luxusobjekte, aber dies ist zur Zeit wegen der bekannten Vorfälle in der Ukraine stark rückläufig und tendiert gegen Null – und noch weiter im Süden im Raum Blanes sind es vornehmlich die Barceloneser, die sich eine Zweitresidenz zulegen.

Warum aber gerade die Franzosen? Nun: die Costa Brava liegt recht nah und beispielsweise bis nach Toulouse braucht man gerade einmal zweieinhalb Stunden mit dem Auto. Hinzu kommt, dass die Preise hier für die französischen Nachbarn immer noch recht günstig sind und ein nicht unwesentlicher Punkt dürfte auch sein, dass man hier in Katalonien immer noch einen Teil des Kaufpreise  - sagen wir mal vorsichtig – in „B“ bezahlen kann - wobei dies auch immer schwieriger wird. In Zeiten einer sozialistischen Regierung nicht die schlechteste Möglichkeit, unauffällig Geld verschwinden zu lassen.

Das erklärt auch die Tatsache, dass die wenigsten französischen Käufer einen Kredit benötigen und wenn doch, werden nur kleine Summen beantragt.

Aber wo sind die anderen Nationalitäten, die vor ein paar Jahren noch das Alt Empordà bevölkerten? Nach Meinung von Experten warten diese mit dem Kauf einer Wohnung oder Hauses. Es ist allgemein bekannt, dass Immobilien in den letzten Jahren erheblich teurer geworden sind und wahrscheinlich im Preis noch steigen werden, da die Nachfrage riesig ist. Aber vor allem Deutsche und Niederländer haben es nicht eilig und reizen die Situation aus. Entweder wird bei einem absoluten Schnäppchen zugeschlagen oder man verschiebt den Kauf oder sucht sich in einem anderen Land eine Ferienimmobilie.

Speziell die Deutschen hatten lange Zeit Angst vor dem spanischen Küstengesetz und schon aus diesem Grund kam es für die meisten nicht in Frage, in Empuriabrava oder Santa Margarida etwas zu erwerben - dieses Problem gibt es seit einigen Jahren nicht mehr, aber die Zahlen der Verkäufe an Nordeuropäer ziehen trotzdem kaum merklich an.

Man geht davon aus, dass spätestens in ein oder zwei Jahren die Aufwärtsspirale der Preise bei Immobilien stoppt und rechnet dann auch wieder vermehrt mit dem restlichen Nordeuropa als Immobilienkäufer - wenn bis dahin denn noch genügend Geld vorhanden ist.....

Samstag 30. Juli 2022 30.07.22 17:51

          

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