EMPURIABRAVA, 21.04.2019 - 02:17 Uhr

Betrachtung: Erdöl - der Stoff aus dem die Zukunft ist

von Max aus Roses

Wir alle glauben zu wissen, daß Erdöl aus Biomasse entstanden ist. Geradezu bahnbrechende Erkenntnisse und im Versuch bestätigte Theorien geben dem Produkt „Mineral-Öl“ eine völlig neue Bedeutung und verändern unsere Perspektiven für die Zukunft.

Seit längerem gibt es Zweifel an der der Schulmeinung, wonach Erdöl ausschließlich aus abgestorbener organischer Biomasse ent-

standen sein soll.

Um mit dieser Theorie die Ölvorkommen im nahen Osten rechnerisch erklären zu wollen, wäre z.B. allein für die Ölfelder von Ghawar ein Biomassevolumen von ca. 30,5 x 30,5 x 30,5 km, d.h etwas weniger  als  30.000 km³ Voraussetzung für die Entstehung der dort vorhandenen Menge an Erdöl gewesen. Überträgt man diese Berechnung auf alle Ölfelder der Erde und rechnet dabei die Ölförderung der letzten 100 Jahre hoch, ist klar, daß es für diese Ölmenge viel zu wenig Pflanzen und Tiere gab, die zu Öl hätten werden können.

Entstand Erdöl demnach (auch) auf andere Weise? Ist die gängige Lehrmeinung nur ein Teil der Wahrheit, oder sogar falsch?

Dies erscheint nach neueren Erkenntnissen nicht nur möglich, sondern sogar höchst wahrscheinlich. Erdöl wird aus Tiefen bis zu 10km gefördert.

Wie konnte organische Masse in derartige Tiefen gelan-gen? Ab einer Tiefe von ca. 6km zerstören darüberhinaus Temperatur und Druck vor Ort alle uns bekannten organischen Strukturen.

Immer mehr Wissenschaftler vertreten daher die Meinung, daß Erdöl nicht biotischen, sondern abiotischen (dh.nicht biologisch, Pflanzen und Lebewesen sind daran völlig unbeteiligt) Ursprungs sein müsse.

Ein amerikanischer Wissenschaftler faßte dies 2002 in einem Satz zusammen: „Öl stammt nicht von toten Pflanzen und / oder Tieren, sondern wird durch die Hydrierung von gemeinen Gesteinen unter  Druck- und Temperaturbedingungen produziert, wie sie 100km unter der Erdoberfläche herrschen.“

Wenn diese Theorie richtig sein soll, muß ein zweifelsfreier Nachweis erbracht werden, daß Kohlenwasserstoffe auch anorganisch entstehen können. Dies geschah 2004. Der Geophysiker Henry Scott von der University of Indiana simulierte im Labor Bedingungen, wie sie im Erdinneren herrschen. Er setzte  Eisenoxid, Kalkspat und Wasser unter entsprechend hohen Druck, heizte das Material gleichzeitig mit Laserlicht auf und erzeugte damit tatsächlich Kohlenwasserstoffe im La-bor. Dieses Ergebnis stützt die Theorie, daß im Erdinnern eine eigene Klasse „abiotischer“ Kohlenwasserstoffe existiert. Fakt ist zudem, daß man auf Planeten, auf denen es zu keiner Zeit organisches Leben gab, die Existenz von Kohlenwasserstoffen  nachgewiesen hat. In der Berliner Morgenpost vom 16. März 2009 war zu lesen: „Radarmessungen der Raumsonde >Cassini< belegen, daß der Saturnmond >Titan<  hunderte Male mehr flüssige Kraftstoffe als alle Öl- und Gasreserven der Erde zusammen besitzt.“

Wenn dies zutrifft, ist die logische Folge, daß im Erdinneren nicht nur unvorstellbar große Mengen an Erdöl lagern, sondern, daß es auch permanent weiter entsteht. Nicht nur die Ölfelder des nahen Ostens, auch die Vorkommen in Südost-Asien und anderswo befinden sich an tektonischen Nahtstellen, wo das Öl vom Erdinneren in höhere gelegene Schichten gelangen kann. Tektonische Prozesse, d.h. Bewegungen und Verschiebungen in der Erdkruste, begünstigen diesen Vorgang. Dies erklärt auch die Beobachtung, daß sich als leer gepumpt betrachtete Ölfelder zuweilen wieder auffüllen. Im Jahr 2003 berichtet „Geotimes“ über die Ölquellen im Golf von Mexiko, daß man es mit einem „gigantischen Durchfluß – System“ zu tun habe, in dem sich „Öl durch über ihm liegende Schichten nach oben durcharbeite und die Reservoire fülle“.

Geologen und Exploratoren sind mittlerweile der Meinung, daß die Erdkruste regelrecht auf einem Meer von Öl schwimme.

Vor diesem Hintergrund erscheinen die für die absehbare Zukunft prognostizierten Auseinandersetzungen und Kriege um das Öl als eher unwahrscheinlich. Die Hoffnung, daß sich mit abnehmend zur Verfügung stehender Ölmenge automatisch auch die damit verbundenen Umweltprobleme reduzieren würden, darf man demnach wohl begraben.