EMPURIABRAVA, 22.10.2020 - 05:31 Uhr

Empuriabrava hatte im August zwei gute Urlaubswochen

EMPURIABRAVA  / KATALONIEN / SPANIEN:  Der Sommer 2020 wird in die Geschichte eingehen, weil im Grunde genommen alles, was in den Küstenorten normal war, nicht mehr eingetreten ist und vor allem der Sonnen - und Strandtourismus fehlte. Die Bilanzen sind geradezu trostlos - auch in Empuriabrava und Castelló d’Empúries - wobei Empuriabrava im Gegensatz zu vielen anderen Orten noch einen recht regen Publikumsverkehr hatte, zumindest für zwei Wochen im August.

Die Daten der Tourismusbüros bestätigen den immensen Rückgang an Touristen, wobei man im Juli 60% Belegung verbuchte und im August sogar 100% in der Spitze, wobei die Aufenthalte nur sehr kurz waren und ein Grossteil nur Tagesbesucher waren.

In Empuriabrava haben viele Deutsche und Franzosen ihre Zweitresidenzen, aber speziell diese sind erst gar nicht gekommen und gaben ihre Immobilien auch nicht zur Vermietung frei, was natürlich das Angebot für Urlaubsuchende deutlich verringerte und durch die relativ wenigen Besucher eine Auslastung von 100% erreicht werden konnte. Das Rathaus hatte das Problem. daß man im Juli nicht wußte, ob die Grenzen im August schließen würden und so praktisch keine Vorbereitungen getroffen werden konnten. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob Touristen aus dem Ausland kommen oder nicht und später wurde dies dann auch untermauert, als die Deutschen angehalten wurden, nicht mehr nach Katalonien oder Spanien zu reisen. Gerettet haben Empuriabrava letztendlich die französischen, katalanischen und baskischen Besucher, denn ohne diese wäre der Ort quasi leer geblieben.

Trotzdem gingen auch die Zahlen der französischen und spanischen Besucher um rund 70% zurück und die der katalanischen um 12%. In Katalonien wurde noch recht viel Werbung für Empuriabrava gemacht und so ist der nur leichte Rückgang an Touristen zu verstehen. Ganz besonders schwer war der Campingsektor betroffen, wo man Rückgänge von 30 - 70% vermeldete.

Vom Rathaus wurde u.a. die Kampagne “Atme” (Respira) gestartet, was verdeutlichen sollte, daß man in Empuriabrava genügend Platz bieten würde und niemand in Bedrängnis geraten würde. Eine gute Sache, die aber von den meisten Besuchern erst gar nicht verstanden wurde.

Positiv hervorzuheben ist, daß man von Seiten des Rathauses nicht aufgibt und alles daran setzt, den verbliebenen Urlaubern, aber auch den Einheimischen etwas zu bieten. Derzeit sind das die Tapes-Tour und am Wochenende die Kunstroute in Castelló. Und das ist aller Ehren wert, denn in den meisten anderen Orten herrscht nun tote Hose, alles wurde abgesagt und fast nichts Neues kommt hinzu. Roses wacht zwar auch langsam wieder auf, hat aber noch lange nicht die Strahlkraft von Empuriabrava erreicht.

Man kann das Rathaus in Castelló auch einmal loben, daß sie trotz der Corona-Pandemie ihre Leute, Bewohner und Besucher nicht vergißt und trotz aller Widerstände ein gekürztes, aber doch interessantes Kulturprogramm auf die Beine stellt.

Dienstag 06. Oktober 2020 06.10.20 20:57

          

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