EMPURIABRAVA, 18.09.2020 - 19:09 Uhr

Polizei warnt vor manipulierten Geldautomaten an der Costa Brava

COSTA BRAVA / KATALONIEN / SPANIEN: Schon wieder einmal möchte man fast sagen: Zunehmend berichtet die hiesige Polizei von Manipulationen an Geldautomaten. Die Kriminellen geraten so an die geheimen Daten der Kreditkarte und plündern Konten ahnungsloser Opfer. Die Bankenbranche geht von einer zunehmenden Zahl manipulierter Geldautomaten aus. Die katalanischen Banken und Sparkassen rechnen für dieses Jahr nahezu mit einer Verdoppelung des Schadens gegenüber dem Vorjahr.

Bei der Manipulation geht es den Tätern darum, an die Daten auf der Magnetspur der Karte und die Geheimzahl (Pin) zu gelangen. Damit können sie sich dann von den Konten der ahnungslosen Opfer bedienen. Für den Datenraub nutzen die Betrüger inzwischen modernste Technik: An die Oberkante des Geldautomaten wird eine große Leiste geklebt, darin verbirgt sich eine versteckte Minikamera und ein kleiner Funksender. Vor den Schlitz für die EC-Karte wird ein Kartenlesegerät geklebt.

Wird nun die Kreditkarte eingeführt, werden die Daten von dem Lesegerät registriert. Gibt der Bankkunde den Pin-Code ein, schauen die Verbrecher über die Kamera und den Funksender live zu. Von all dem merkt der Kunde nichts. Er erhält sein Bargeld und verlässt mit seiner Karte die Bank.

Inzwischen übertragen die Täter die ausgelesenen Daten auf eine leere Karte. Die Opfer schöpfen keinen Verdacht, sie haben ihre Original-Karte schließlich noch. Erst beim Blick auf den nächsten Kontoauszug kommt das böse Erwachen. Um den Raub der sensiblen Daten zu verhindern, rät die Polizei zum sorgsamen Umgang mit der Pin: Schützen Sie die Pin-Eingabe am Geldautomaten, indem Sie die andere Hand als Sichtschutz dicht über die Tastatur halten. Achten Sie auch auf die Tastatur selbst. In einigen Fällen wurde auch diese manipuliert, um an die Geheimzahl zu gelangen.

Freitag 11. September 2020 11.09.20 21:31

          

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