EMPURIABRAVA, 18.09.2020 - 18:22 Uhr

Niedriger Wasserpegel alles andere als gut für die Küsten des Empordà

ALT EMPORDÀ / KATALONIEN / SPANIEN: Die Küstengebiete der Provinz Girona und vor allem des Alt Empordà  haben seit einiger Zeit mit einem Phänomen zu kämpfen, das sehr selten vorkommt: ein ungewöhnlich niedriger Meeresspiegel. Das führt dazu, dass die Meeresvegetation direkt am Küstenrand an Klippen mittlerweile teilweise abgestorben ist und man dies vom Meer aus auch recht gut erkennen kann. Vom Cap de Creus bis hinunter nach Blanes sieht man tote Pflanzen, die nur noch träge im Wind wehen.

 Aufmerksam darauf wurde Eduard Marquès, Direktor des Mückenkontrollzentrums in Empuriabrava, der regelmässig die Gestade abfährt, um den Wasserstand zu messen. Nachdem er Meeresbiologen darüber informiert hatte, bestätigten diese die ungewöhnliche Situation und lieferten dann auch sofort Erklärungen. In erster Linie macht man den Mond für das Absinken des Spiegels verantwortlich, da der Erdtrabant seit einigen Monaten der Erde ungewöhnlich nahe und nachweislich für Meeresbewegungen – auch Ebbe und Flut – verantwortlich ist. Daneben hat man die Wetterbedingungen der letzten Monate analysiert und kam zu dem Ergebnis, as sich das Wasser zurückgezogen hat: es gab sehr viel Wind und zudem war das Wasser im Winter ungewöhnlich kalt und hatte keine Möglichkeit, sich auszuweiten. Die Biologen gaben jedoch Entwarnung und meinten, dass sich solche Vorkommnisse in unregelmässigen Abständen wiederholen und kein Grund zur Sorgen vorhanden sei.

Das letzte Mal, als sich das Meerwasser auf einem sehr niedrigen Stand befand, war im Jahr 1981 und damals hat sich die Vegetation innerhalb eines Jahres erholt und es gab keinerlei Folgen.

Freitag 11. September 2020 11.09.20 21:37

          

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