EMPURIABRAVA, 20.09.2020 - 04:19 Uhr

Generalitat verbietet öffentliche Trinkgelage - Strafen bis zu 15.000 Euro

KATALONIEN / SPANIEN: Die Ministerin und Sprecherin der Generalitat, Meritxell Budó, gab nach einer Sitzung bekannt, dass ab sofort sogenannte “Botellons” (Trinkgelage) verboten sind. Durch die Schließung vieler Nachtclubs und Diskotheken treffen sich vor allem Jugendliche auf Plätzen, am Strand oder anderen öffentlichen Orten, um zu feiern und vor allem schnell und viel Alkohol zu trinken.  Zuwiderhandlungen werden als schwerwiegend eingestuft und mit Geldstrafen zwischen 3.001 und 15.000 Euro geahndet.

Man weist die Rathäuser an, darauf zu achten, dass solche Trinkgelage nirgendwo in der Gemeinde stattfinden und sämtliche Vorfälle sofort zu melden.

In vielen Orten ist es schon seit teilweise Jahrzehnten (auch in Castelló und Empuriabrava) verboten, öffentlich oder auf der Strasse Alkohol zu konsumieren. Nur: es hält sich niemand daran und auch die Rathäuser oder die Polizei sehen grosszügig bei Vergehen darüber hinweg.  Nun soll strenger geahndet werden, aber es geht hier eher um grössere Gruppen von Jugendlichen als um normale Bürger, die mal mit einem Glas Bier auf die Strasse gehen (was ja aber auch selten vorkommt).

Kataloniens Präsident Quim Torra hatte am Montag auf seiner mittlerweile legendären Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass diese “Botellons” ein Zeichen von “fehlender Solidarität” seien und in diesen Zeiten die Verbreitung des Corona-Virus noch fördern würden.

Mittwoch 29. Juli 2020 29.07.20 19:47

          

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