EMPURIABRAVA, 19.09.2020 - 05:27 Uhr

Costa Brava schon jetzt mit viel weniger französischen Touristen

ALT EMPORDÀ / KATALONIEN / SPANIEN: Zwei Tage, nachdem der französische Premierminister geraten hatte, nicht nach Katalonien zu reisen, beginnt die Küste der Provinz Girona unter den Stornierungen französischer Urlauber zu leiden. Hinzu kommt, dass der Sektor auch besorgt über die Entscheidungen des Vereinigten Königreichs, Belgiens und Norwegens ist, denn diese könnten haben könnten Reisende, die aus Spanien ankommen, in eine Quarantäne zwingen. Und das alles in einer Saison, die wegen der Corona - Pandemie bereits schwierig genug war.

Kampfwoche für den Tourismus in Girona: Am Freitag empfahl der französische Premierminister Jean Castex, wegen des Wiederauflebens von Covid-19 nicht nach Katalonien zu reisen. Einen Tag später, am Samstag, gab das Vereinigte Königreich bekannt, dass es Spanien in die Liste der Länder mit einer obligatorischen Quarantäne von 14 Tagen für alle Reisenden aufnehmen werde. Die Nachricht wurde von der Hotelbranche verständlicherweise nicht gut aufgenommen, da sie sich auf dem Weg der Besserung befand nach den katastrophalen drei Monaten der Zwangsschließung. Man war bereits besorgt über die Empfehlung der Generalitat an die Einwohner von Barcelona, ​​ihre Häuser nicht zu verlassen und ist jetzt ist man noch besorgter über die Entwicklung des internationalen Tourismus, insbesondere dem aus Frankreich.

Die Empfehlung von Jean Castex ist wie ein Eimer kaltes Wasser auf den Hotelsektor in Girona geprasselt und man sieht, wie Reservierungen für die nächsten Tage aus Angst vor der gesundheitlichen Situation in Katalonien storniert werden.

Die Situation in Roses verbessert sich ebenfalls nicht: Mit der Nähe der Grenze hat man noch mehr französischen Tourismus - 70% der Sommerbesucher kommen aus dem Nachbarland -  und man sieht, wie viele Reservierungen schon storniert wurden. Im Hotel Ciutadella waren nach Angaben des Diari de Girona die Prognosen für die ersten zwei Wochen im August sehr gut und man war fast zu 100% ausgelastet. Diese Reservierungen sind um etwa 30% gefallen und es werden im Moment auch keine neuen hinzukommen.

So beschreibt der Bürgermeisterin von Roses, Montse Mindan, die Mitteilungen ausländischer Politiker als "Katastrophe". In Roses ist man besonders vom Rückgang des französischen Tourismus betroffen. Montse Mindan ist der Ansicht, dass die Ankündigungen "unverhältnismäßig" sind, weil "wir uns nicht in einer schlechteren Situation befinden als andere europäische Länder". Sie führt Frankreich als Beispiel an, wo "wir uns bewusst sind, dass es viele Ausbrüche gibt". Für Mindan ist es das Wichtigste, mit dem Virus "koexistieren" zu können, "schnell zu reagieren, alles zu kontrollieren und zu überwachen, wie wir es in Roses tun", sagte sie.

Montag 27. Juli 2020 27.07.20 23:37

          

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