EMPURIABRAVA, 22.09.2020 - 06:42 Uhr

Entscheiden Sie selbst, ob Ihnen diese Corona-Zahlen aus Figueres Angst machen

FIGUERES / KATALONIEN / SPANIEN: Natürlich gab es für die hiesigen Medien (einschließlich ARENA) in den letzten Wochen fast nur um ein Thema: das Corona-Virus, die Fallzahlen, die Toten und die Verbreitung. Klar müssen wir darüber berichten, obwohl so mancher des Themas überdrüssig geworden ist und tun unser Bestes, möglichst objektiv zu bleiben.

Am Samstag erreichten uns Zahlen von der Gesundheitsstiftung Figueres - l’Escala und diese gaben uns dann doch zu denken und auch unsere Leser sollten diese genau interpretieren und danach offen und ehrlich sagen, was sie davon halten.

Vom 1. bis zum 24. Juli haben die drei Krankenhäuser der Stiftung (alle im Alt Empordà gelegen) 49 positive Fälle von Coronavirus registriert, diese wurden aber nicht in einem der Hospitäler behalten und werden wahrscheinlich in häuslicher Quarantäne sein. Insgesamt wurden neun Personen eingeliefert und mittlerweile zwei davon als gesund wieder entlassen.

Zweifellos gibt es in und um Figueres sogenannte Corona-Herde. Aber ein Corona-Herd kann als solcher bezeichnet werden, wenn er aus nur drei sich fremden Personen besteht. Also recht übersichtlich das Ganze. Aber es fällt auf, dass seit dem Auftreten der Herde bis zum 24. Juli - das waren rund zehn Tage - anscheinend niemand oder nur sehr wenige mehr in ein Krankenhaus eingeliefert wurde.

Und deshalb der ganze Bahai? Jeder leichte Schnupfen scheint da gefährlicher zu sein, aber europäische Staaten wollen deshalb - und wegen einiger Fälle mehr in Katalonien - ihre Bürger nicht mehr hierhinreisen lassen? Sicherlich gibt es in ganz Katalonien mehr Fälle, aber auch bei Neuinfektionen von rund 1.000 Personen am Tag, ist der Prozentsatz recht gering und es heisst ja auch nicht, dass diese 1.000 alles Totgeweihte sind. Die Chancen, dass alle überleben stehen recht gut. Fairerweise muss aber auch gesagt werden, dass bei täglichen 1.000 Neuinfzierten nach einem Monat schon eine recht stattliche Zahl herauskommt.

Wir wollen das Thema hier selbstverständlich nicht kleinreden und die bisher verstorbenen Menschen sprechen eine deutliche Sprache, aber mal ehrlich: Hätten Sie angesichts der o.a. Zahlen Angst, ins Alt Empordà zu reisen?

Sonntag 26. Juli 2020 26.07.20 22:35

          

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