EMPURIABRAVA, 08.08.2020 - 01:56 Uhr

Im Alt Empordà verstarben in den letzten vier Monaten etwa 3 Menschen am Corona-Virus

ALT EMPORDÀ / KATALONIEN / SPANIEN:  Statistiken hören sich manchmal etwas seltsam an, haben aber eine recht genaue Aussagekraft. Heute wurden die Opferzahlen von Covid-19 in der Provinz Girona veröffentlicht und zwar seit dem 28.2. und bis zum 4.7.2020. Die Zahlen entsprechen jeweils der Todesrate pro 100.000 Einwohner und daran kann man unschwer erkennen, wie viel Glück wir in unserer Region, dem Alt Empordà, hatten. Hier starben 2,68 Menschen an Corona und bei einer Gesamteinwohnerzahl von circa 140.000 Bürgern kommt man auf eine Gesamtzahl von rund drei Toten in vier Monaten.

Hier die weiteren Zahlen aus den Regionen der Provinz Girona:
Ripollès - 6,02 Tote pro 100.000 Einwohner
Baix Empordà - 7,18
La Selva - 10,39
Gironès - 11,83
Pla de l’Estany - 12,47
Girona - 17,18

Eine andere Statistik sagt aus, dass sich die Infektionszahlen innerhalb der Provinz Girona fast oder ganz gegen 0 bewegen. Im Alt Empordà beispielsweise gab es in den letzten Wochen gerade mal einen Infizierten, der sich aber nach Angaben schon wieder erholt hat.

Warum wir diese Zahlen veröffentlichen? Bei der ganzen momentanen Unruhe bezüglich der Maskenpflicht wollen wir mit Zahlen verdeutlichen, was es bewirkt, wenn sich zumindest ein grosser Teil der Bewohner eines Landstrichs an das Tragen einer Maske hält - und auch hier gab es vor Donnerstag schon recht strenge Regeln - und damit die Infizierungen anderer Menschen vermieden wurden. Man wird in ein paar Wochen sehen, wie sich alles entwickelt und ob die Vorsichtsmassnahmen der Generalitat etwas bewirken oder trotzdem die Zahl der Infizierten steigt.

Die ARENA-Leser mögen es uns glauben oder nicht, aber mit der Zeit gewöhnt man sich an das Anlegen einer Maske und diese stört nicht weiter. Anders mag es sein, wenn man tatsächlich bei grosser Hitze lange Märsche zurücklegt und Masken einem den Atem nehmen oder völlig verschwitzen und dann keinerlei Effekt mehr haben.

Wir wollen hier nicht zu zivilem Ungehorsam aufrufen, aber wenn man in der Natur ist und weit und breit keine anderen Menschen zu sehen sind - warum sollte man die Maske dann nicht zur Erholung abnehmen? Man schadet niemandem (ausser man ist mit Fremden oder Leuten unterwegs, die nicht aus dem eigenen Haushalt stammen) und kann die Natur und das Wandern geniessen. Wahrscheinlich wird sich kein Polizist in die “wilde Natur” bewegen, um Nicht-Maskenträger zu bestrafen.

Ansonsten sollte die Maske zumindest am Abend kein allzu grosses Hindernis bedeuten und Shoppen und Flanieren ist ohne weiteres locker möglich.


Freitag 10. Juli 2020 10.07.20 20:12

          

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