EMPURIABRAVA, 08.08.2020 - 01:47 Uhr

Katalonien: Mehr als 230.000 Menschen rund um Lleida unter Quarantäne gestellt

KATALONIEN / SPANIEN:  Vor knapp zwei Wochen wurden die monatelangen Corona-Massnahmen in Katalonien und Spanien fast ganz gelockert und nun das: Die katalanische Provinzhauptstadt Lleida (spanisch Lerida) - etwa 300 Kilometer von der Bucht von Roses entfernt -  und die angrenzenden Gemeinden des Ortes Segrià wurden nach ungewöhnlich hohen Neu-Infektionen mit dem Corona-Virus unter Quarantäne gestellt - das betrifft circa 230.000 Personen. Laut Kataloniens Präsident Quim Torra darf niemand mehr diese Region verlassen oder betreten, ausser um zur Arbeit zu gelangen. Die Zufahrtsstrassen sind abgeriegelt und die Polizei kontrolliert jeden, der die Sperren passieren will. In Segrià sind Treffen von mehr als 10 Personen bis auf weiteres verboten und Altenheime lassen keine Besucher mehr zu.

Wie Gesundheitsministerin Alba Vergés mitteilte, wird es in den Quarantänegebieten keinen neuen Lockdown geben und auch Geschäfte, Bars und Restaurants dürfen offen bleiben und die Menschen können ihre Heime ungehindert verlassen.  Die Ministerin wies aber darauf hin, dass man Versammlungen, Feiern und ähnliches meiden solle, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.

In Segrià wurden in einer Woche 365 infizierte Personen registriert und in den Hospitälern von Lleida werden derzeit 28 am Coronavirus erkrankte Menschen behandelt.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) äusserte sich dahingehend, dass man keine Anzeichen einer zweiten Corona-Welle erkennen könne, aber es nun um so wichtiger sei, auf Hygiene, Abstand und Gesichtsmasken zu achten.

Derweil kam es in Galicien in der Region Lugo ebenfalls zu 258 Neuinfektionen im Ort A Marina. Die 70.000 Bewohner dürfen bis nächsten Freitag ihre Kleinstadt nicht verlassen.

Sonntag 05. Juli 2020 05.07.20 22:56

          

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