EMPURIABRAVA, 16.07.2020 - 15:39 Uhr

Teil 2 des Gesprächs mit Agusti Ayats, Oppositionsführer der Partei SOM für Empuria und Castelló

EMPURIABRAVA / KATALONIEN / SPANIEN: Wie schon im ersten Teil des Gesprächs mit dem Parteivorsitzenden der SOM Empuriabrava und Castelló, erwähnt, will sich Agusti Ayats mit seinen Mitstreitern in den nächsten drei Jahren intensiv um Empuriabrava kümmern und dieses Wirken dann auch während und nach den nächsten Wahlen im Jahr 2019 fortführen.

Schon vor den letzten Kommunalwahlen im Jahr 2019 hatte man sich verstärkt auf Empuriabrava konzentriert und der damalige Vorsitzende Nicola Bruzzese, der leider noch vor den Wahlen verstarb, hatte gemeinsam mit den Kollegen ein umfangreiches Programm entwickelt, das nach wie vor seine Gültigkeit hat, aber in Teilen auch von anderen Parteien propagiert wurde. Nichtsdestotrotz ist der Ideenreichtum des Programms - wie immer von Julià Genovés perfekt in Szene gesetzt - bewundernswert und äusserst ambitioniert. Man sieht, dass sich die Gruppe Gedanken gemacht hat und dabei das Wohl und vor allem die Zukunft Empuriabrava im Auge hatte.

Wie uns Senyor Ayats bei unserem zweiten Termin versicherte, hat sich nichts an den grossen Plänen verändert - ganz im Gegenteil: es sind noch neue Ideen hinzugekommen. Aber beginnen wir mit den Posten, die man schon einmal vorgestellt hatte und die bislang im Rathaus noch nicht viel Beachtung fanden.

Da wäre zunächst am Eingang der Betonklotz, wo unten die Lokalpolizei untergebracht wurde. Das Gebäude ist eine architektonische Fehlleistung, deren Stil nichts, aber auch gar nichts mit dem so typischen Küstenstil der Immobilien an der Costa Brava zu tun hat. Eckig, grau und hässlich bietet das “Ungetüm” keinem in Empuriabrava einreisenden noch vorbeifahrenden irgendetwas, was einladend wäre und zeigt so gar nichts von dem so schönen Empuriabrava. ARENA hatte schon vor Jahren vorgeschlagen, diesen Bau mit themenbezogenen Graffitis zu dekorieren - das wäre wirklich einzigartig - und in eine ähnliche Kerbe schlug nun auch Agusti Ayats und in einer Grafik sieht man Bäume, Wald und vor allem Farbe, die das Gebäude direkt sympathischer erscheinen lässt. Davon noch ein wenig mehr und man hätte einen tollen Blickfang.

Ähnliches gilt für die Einfahrt nach Empuriabrava. Der erste Eindruck ist wichtig und mit den im Moment gestalteten Mittel - und Randstreifen kann man keinen Blumentopf gewinnen. Mehr intelligente Bepflanzung - vielleicht auch von einem professionellen Gartendesigner geplant - würde viel ausmachen und die Besucher davon überzeugen, in ein grünes oder sogar buntes Empuriabrava zu kommen. Wie schon erwähnt: “Der erste Eindruck....”.

Die nächsten beiden Punkte sind zwar umzusetzen, aber nur schwer und würden a) eine Menge kosten und b) würde dies Castelló wahrscheinlich nie zulassen. SOM plant neben dem Fussballplatz und in der Nähe des Windtunnels ein Hallenbad, was auf jeden Fall das Sportangebot erweitern würde (aber was macht man dann mit dem schon vorhandenen Meer?), was aber eher nach Castelló in die Nähe der dortigen Schulen gehört. Viel interessanter ist der zweite Punkt, der in erster Linie die Taucher anspricht, aber ein genauso grosser Magnet werden könnte wie der Windtunnel. Man möchte eine recht kleine Schwimmhalle errichten, die zwar nicht breit ist, aber dafür sehr tief. Im günstigsten Fall könnte man einen Tunnel nach unten mit einer Tiefe von 35 Metern bauen und dort kann man dann das professionelle Tauchen nachempfinden und die Profis könnten ihre Kenntnisse erweitern. Das ist mal ein richtig guter Plan, um mehr Leute anzuziehen und eventuell die Saison zu verlängern.

Der nächste Punkt ist schon länger im Gespräch und wäre eine tolle Möglichkeit, dem Nautiksektor einen ordentlichen Schub zu geben. Es handelt sich um den Plan, im Sektor Flamicell (direkt gegenüber vom Flughafen) einen  Binnenhafen mit Anschluss zu den Kanälen zu bauen. Hier könnte Be - und Entladen werden, Reparaturhallen errichtet, eine Bootstankstelle und der Weg für den Bootsfahrer zu seiner Nautikfirma wäre nicht mehr so umständlich wie jetzt. Positiv ist daneben, dass solch ein Nautiksektor von Behördenseite kein grosses Problem darstellen würde, da dieser schon im Flächennutzungsplan vorgesehen ist. Nur finanzieren müssten dies einer oder mehrere Geldgeber.
Fortsetzung morgen

Dienstag 16. Juni 2020 16.06.20 18:09

          

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