EMPURIABRAVA, 24.10.2020 - 13:46 Uhr

Gratis-Wasser in Bars und Restaurants und Abschied von Strohhalmen und Mikroplastik

KATALONIEN / SPANIEN: Der Ministerrat plant, ein wichtiges Regulierungspaket auf den Weg zu bringen, um die Auswirkungen von Abfall auf die Umwelt zu verringern. Das derzeitige lineare Modell - basierend auf der Gewinnung von Rohstoffen, der Produktion, dem Verbrauch und der einfachen Beseitigung von Abfällen - hat dazu geführt, dass Spanien nur geringe Rückgewinnungsraten für seine Abfälle aufweist: Nur 37,8% werden recycelt. Die Reduzierung der Abfallerzeugung um 15% im Jahr 2030 gegenüber 2010 ist eines der Hauptziele der spanischen Wirtschaftsstrategie.

Es ist auch geplant, das Ende von Einweggegenständen wie Besteck, Strohhalmen und ähnlichem im Juli nächsten Jahres einzuleiten. Darüber hinaus wird wohl Mikroplastik, die kosmetischen Produkten und Reinigungsmitteln zugesetzt werden, verboten und Restaurants und Bars sind demnächst verpflichtet, den Kunden  Leitungswasser kostenlos zur Verfügung zu stellen. Das Ministerium für ökologischen Wandel rechnet damit, dass das Gesetz in der ersten Hälfte des Jahres 2021 nach Verabschiedung des parlamentarischen Prozesses verfasst sein wird.

Der vorläufige Gesetzentwurf enthält das Verbot des Verkaufs verschiedener Einwegprodukte ab dem 3. Juli 2021. Nach europäischen Vorschriften handelt es sich um Wattestäbchen, Besteck, Teller, Strohhalme und Plastiklöffel, Verpackungen für Speisen und Getränke sowie von Behältern und Gläsern aus expandiertem Polystyrol, einschließlich ihrer Deckel und Kappen. Der spanische Standard geht einen Schritt weiter als die europäische Richtlinie und prüft auch Kosmetika und Waschmittel, die absichtlich zugesetztes Mikroplastik enthalten.

Dienstag 02. Juni 2020 02.06.20 21:12

          

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