EMPURIABRAVA, 04.04.2020 - 10:56 Uhr

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez will den Alarmzustand um 15 Tage verlängern

KATALONIEN / SPANIEN: Ministerpräsident Pedro Sánchez hat den Regionalpräsidenten an diesem Sonntag mitgeteilt, dass der Alarmzustand um weitere 15 Tage verlängert werden soll. Der Regierungssitz Moncloa will die Mobilitätsberschränkung der Bevölkerung um zwei weitere Wochen verlängern, um die Covid-19-Pandemie zu bekämpfen. Auf diese Weise würden die Beschränkungen auch über Ostern verlängert. Dazu muss der Präsident der spanischen Exekutive die Genehmigung des Abgeordnetenkongresses einholen. In Spanien sind fast 25.000 Menschen infiziert und 1.326 starben an Coronaviren. Innerhalb von 24 Stunden wurden 5.000 Menschen infiziert und mehr als 300 gestorben (Zahlen vom Samstag).

Der Präsident hält in Begleitung des Gesundheitsministers Salvador Illa; der Verteidigung, Margarita Robles; Innenministerium, Fernando Grande-Marlaska und José Luis Ábalos eine Videokonferenz mit den regionalen Präsidenten ab, um sich mit der Covid-19-Krise zu befassen. Das Treffen findet einen Tag nach der Fernsehbotschaft des spanischen Vorstandsvorsitzenden statt, in der er das Management der Moncloa verteidigte.

Man geht davon aus, dass der Präsident mit seinem Vorhaben durchkommt und demnach der Alarmzustand noch für drei Wochen Geltung hat. Was danach passiert ist reine Spekulation, doch haben Verhaltensforscher vor wesentlich mehr Aggressivität gewarnt, wenn man vier Wochen das Haus praktisch nicht verlassen darf. Ob sich die Seuche bis nach Ostern abgeschwächt hat, kann derzeit noch niemand sagen.

Sonntag 22. März 2020 22.03.20 15:46

          

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