EMPURIABRAVA, 19.09.2020 - 04:21 Uhr

Alt Empordà ein Schiffsfriedhof

ALT EMPORDÀ / KATALONIEN / SPANIEN: Auf dem Meeresgrund der Costa Brava liegen mindestens 350 Schiffe. Einige von ihnen stammen noch aus der Römerzeit und sind Segelschiffe aus Holz. Ab 1850 sanken dann Boote mit Metallrumpf und moderneren Navigationsinstrumenten und obwohl ab 1950 Radar und elektronische Geräte zur Positionsbestimmung hinzukamen, wurde das Empordà auch weiterhin vielen Schiffen zum feuchten Grab.

Einige davon sind namentlich bekannt, so die „Pelikan“, die 1654 in der Illa de la Galera unterging und im gleichen Jahr die „Annunziata“ in der Cala de Portaló. Die „Triunfante“ ging wenig triumphal 1795 an der Küste von Empúries unter. Der französischen „La Paix“ wurde 1899 die Llosa von Palamós zum Schicksal. Diese Llosa hatte es in sich: hier gingen auch die „Boreas“, die „Cheliff“ und „La Concepció“ unter. Zu Beginn des spanischen Bürgerkiregs versank an der Punta Falconera die „Manuel“ und in Cadaqués versank ein deutsches Unterseeboot der Klasse VII im Jahre 1940.

Uns allen unvergessen ist die Strandung der „Amaze“ in Sant Pere Pescador im Jahr 2002 mit ihrem griechischen Kapitän und ihrer Ladung Speiseöl. Der verrostete Kutter wurde zur Sensation für Gaffer aus der ganzen Umgebung. Sogar aus Barcelona kamen Leute angereist, um das Spektakel zu sehen.

Die katalanische Presse vermerkte mit einer gewissen Genugtuung, das Empordà sei der Küstenstreifen mit den meisten gesunkenen Schiffen.

Auch ein Rekord!

Freitag 17. Januar 2020 17.01.20 19:22

          

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