EMPURIABRAVA, 22.09.2020 - 05:42 Uhr

Stromausfälle in Empuriabrava: Und es waren doch die Vögel!

EMPURIABRAVA / KATALONIEN / SPANIEN: Wie wir schon berichteten, hatten Experten vermutet, dass die (fast) täglichen kurzen Stromausfälle in Empuriabrava immer gegen 17.00 – 17.30 Uhr mit Vögeln zu tun hatten (haben), die sich zu Tausenden auf den Stromleitungen niederliessen und beim plötzlichen Abflug die Metalldrähte derart zum Schwingen brachten, dass die automatischen Sicherheitseinrichtungen den Strom kurzfristig abschalteten.

Es klingt tatsächlich ein wenig nach Science Fiction, aber dieser Vorgang wurde nun von Wissenschaftlern sowie der Stromgesellschaft Endesa bestätigt. Spätestens in den nächsten Tagen sollte Ruhe sein, denn dann sind wohl alle gefiederten Freunde auf dem Weg in den Süden und belagern woanders die Stromleitungen.

Was kann man gegen dieses Phänomen machen? Es bieten sich einige Lösungen - wenn teilweise auch unpopuläre – an.

Da wäre zunächst der Einsatz von Böllern, aber die Frage ist, wo man diese platziert, denn die Stare tun einem nicht den Gefallen, immer auf dem gleichen Draht zu landen. Und da wäre natürlich auch noch das CO2-Problem – oder gibt es das nur in Deutschland, dass deswegen die Kracher verboten sind?

Straffer spannen kann man die Stromleitungen nicht, aber eventuell ein anderes, mehr leitendes Material verwenden.

Ein Spezialist schlug vor, in der Zeit der Vogelschwärme Falken aufsteigen zu lassen (kein Scherz), denn vor diesen haben die kleinen Piepmätze eine Heidenangst und würden wahrscheinlich einen Ort weiter fliegen. In Girona hat man gute Erfahrungen mit diesem System gemacht und man wurde so der Taubenplage Herr.

Vielleicht wäre es jedoch am einfachsten, die Alarmsysteme weniger sensibel einzustellen. Aber wenn dann tatsächlich etwas passieren sollte, wäre der Schaden zweifelsfrei wesentlich höher.

Donnerstag 16. Januar 2020 16.01.20 15:39

          

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