EMPURIABRAVA, 17.02.2020 - 19:25 Uhr

Bauern des Alt Empordà verstärken Sicherheitsvorkehrungen

ALT EMPORDÀ / KATALONIEN / SPANIEN: Die immer häufiger werdenden Diebstähle auf entlegenen Bauernhöfen oder Materialschuppen im Alt Empordà zwingen die Landwirte, verschärfte Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Ziel der Diebe sind Vieh, das abtransportiert, geschlachtet und  sofort weiterverkauft wird, landwirtschaftliche Gerätschaften und immer häufiger Generatoren und Druckverstärker. Generatoren dienen zur Stromherstellung und damit werden Geräte zum Brandschutz und vor allem Pumpen betrieben, die Wasser in weit entfernte Felder pumpen und so das Wachstum der Produkte sichern.

So schnell wie Diebe die Pumpen klauen, können keine neuen angeschafft werden, vor allem, weil jedes Gerät zwischen 3.000 und 4.500 Euro kostet. Einige Betriebe konnten den Wasserfluss nicht mehr sichern und u.a. Obstbäume sind mittlerweile abgestorben. In Ventalló haben sich die Landwirte zusammengeschlossen und einen Sicherheitsdienst beauftragt, ihr Eigentum zu schützen. In den letzten Wochen ka- men nur im Alt Empordà über zwanzig Diebstähle zur Anzeige und einige Landwirte waren  mehrfach betroffen. In zwei Fällen ist es schon so weit, das man die geraubten Sachen nicht neu anschaffen kann und die Bauernhöfe kurz vor der Pleite stehen.

Die gestohlenen Maschinen werden nicht von den Versicherungen ersetzt, da diese allein stehende Lager und Unterstände nicht aufnehmen und das Risiko ganz alleine bei den Landwirten liegt. Einige Bauern haben mittlerweile Betonhütten bauen lassen, die keine Fenster mehr haben und mit Hochsicherheitstüren verschlossen sind. Bislang halten diese Einbruchsversuchen stand, aber wenn die Diebe mit schwerem Gerät anrücken sollten, bieten auch diese Hütten keinen ausreichenden Schutz mehr. Die eingeschaltete Polizei ermittelt zwar, konnte bisher aber keinen Erfolg vermelden.

Mittwoch 15. Januar 2020 15.01.20 17:49

          

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