EMPURIABRAVA, 26.02.2020 - 18:05 Uhr

Empuriabrava: 37 Immobilien-Eigentümer wegen fehlender Baulizenzen bestraft

EMPURIABRAVA / KATALONIEN / SPANIEN: Eigentlich sollte es bekannt sein, dass man in Empuriabrava und Castelló d'Empúries für jede noch so kleine Baumassnahme – hier als Obra major oder menor (grosser oder kleiner Umbau) bekannt – eine Lizenz benötigt, für die von einem Fachmann ein Kostenvoranschlag benötigt wird und danach kann man eine Genehmigung beantragen. Ob diese gewährt wird oder nicht, wird von Technikern des Rathauses entschieden.

So weit, so gut.Allerdings gibt es immer wieder Mitbürger, die angeblich nichts von diesen Regelungen wissen und einfach drauf los basteln, umbauen, reformieren, anbauen oder sogar ganze Häuser ohne Erlaubnis erstellen. Der Anteil dieser Personen ist in diesem Jahr mit bislang 37 „Erwischten“ (2018 waren es 54) prozentual nicht allzu hoch bei jährlichen 500 bis 600 Umbauten in Castelló und Empuriabrava. Auffällig ist, dass es sich bei den „Sündern“ zu 90% um Besitzer aus Empuriabrava handelt.

Was kann passieren? Derjenige, der eine abgestempelte Genehmigung oder Lizenz besitzt ist erst einmal auf der sicheren Seite. Allerdings kommt es vor, dass nur eine kleine Lizenz – beispielsweise zum Verlegen von Fliesen im Bad – beantragt wird, aber letztendlich das halbe Haus saniert werden soll und das am besten noch mit Schwarzarbeitern. Das kriegen die städtischen Kontrolleure schnell heraus und dann wird es teuer. Wer gar keine Genehmigung besitzt und glaubhaft (!) erklären kann, das er tatsächlich von nichts wusste, kann nachträglich eine Lizenz beantragen und spart dabei bis zu 80% der Strafe.

Aber dies funktioniert auch nicht immer und alleine in diesem Jahr wurde Strafzahlungen von 300 Euro bis zu 40.000 Euro ausgesprochen und wenn die Umbauten schon fertig oder fast fertig waren, hiess es zusätzlich Zwangsabriss der neu erstellten Dinge. Dies ist u.a. auch bei dem in diesem Jahr schwersten Vergehen passiert, als ein schlauer Bauherr auf einen neuen Appartment-Block einfach ohne Erlaubnis eine Etage zusätzlich errichtete. Da hiess es dann abreissen (alleine wegen der nicht mehr ausreichenden Statik gab es eine Extra-Strafe) und zahlen. Das werden dann wohl die 40.000 Euro gewesen sein.

Also: wenn man etwas umbauen möchte, sollte man zu einem Fachmann gehen und sich einen Kostenvoranschlag geben lassen. Bei grösseren Planungen ist noch ein Architekt nötig, der die Baupläne einreichen muss. Eine Genehmigung des Rathauses ist nicht teuer und man hat dann alles offiziell, was evtl. bei einem späteren Verkauf der Immobilie noch Vorteile bringen kann.

Erkundigen Sie sich besser vorher bei einer Baufirma oder je nachdem bei einem Elektriker, Installateur oder aber auch bei einem Maler (!), was zu machen ist. Durchgeführt werden muss sehr vieles von Fachleuten, was ja letztendlich auch besser und sicherer ist.

Freitag 13. Dezember 2019 13.12.19 23:23

          

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