EMPURIABRAVA, 20.11.2019 - 22:52 Uhr

Über eine Million Haustiere in Katalonien

KATALONIEN / SPANIEN: Die sprichwörtliche Tierliebe der Deutschen scheint inzwischen auf Spanien übergeschwappt zu sein. Allein in Katalonien wurden jetzt eine Million Haustiere gezählt: rund eine Million Hunde, über 100.000 Katzen und – überraschenderweise - rund 5.000 Frettchen.

Dass inzwischen auch hierzulande Tiere als „Mitglieder der Familie“ betrachtet werden, kann man zum Beispiel daran erkennen, welche Namen die Herrchen und Frauchen ihren Vierfüssern geben: das geht von „Madonna“ über „Bono“, „Paquirrín“ und „Guti“ bis zu „Obama“ und „U2“.

Dass im Vergleich zu den Hunden nur relativ wenig Katzen erfasst wurden, dürfte daran liegen, dass diese „Stubentiger“ häufig die Wohnung nicht verlassen und daher weder bei den Behörden noch in den Unterlagen der Veterinäre auftauchen.

Die katholischen Eroberer Amerikas hatten seinerzeit die These vertreten, dass Tiere keine Seele hätten, weshalb die Spanier jahrhundertelang ein schwaches Verhältnis zu den Haustieren pflegten. Noch heute haben viele Spanier Angst vor Hunden: „Está confesado?“ fragen sie dann, um zu erfahren, ob der Hund bissig ist. Man fragt: „hat er gebeichtet?“

Wenn ja, dann ist er ungefährlich.

Donnerstag 07. November 2019 07.11.19 22:19

          

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