EMPURIABRAVA, 11.11.2019 - 23:45 Uhr

Ryanair hat Gewerkschaften Massenentlassungsverfahren zukommen lassen – Schliessung von Basis in Girona sicher

Schlecht für die Costa Brava

GIRONA / KATALONIEN / SPANIEN: Das die Ryanair-Basis in Girona genau wie die in Teneriffa-Süd, Lanzarote und Gran Canaria am 8. Januar 2020 geschlossen werden, ist nun sicher. Diesen Monat hat die irische Fluggesellschaft den Gewerkschaften mitgeteilt, insgesamt 423 Mitarbeiter entlassen zu wollen, davon 318 des Kabinenpersonals und 105 Piloten. Gleichzeitig wurde ein Schreiben verfasst, dass die Entlassungen rechtfertigen soll und das nach spanischem Recht unabdinglich ist.

Die Gewerkschaften reicht allerdings die Begründung nicht, um eine solche Zahl von Mitarbeitern auf einen Schlag zu entlassen und man beruft sich dabei in Spanien gültige ERE-Verfahren (Expdiente de regulación de empleo).

Gestern, am 30. Oktober traf man sich noch einmal mit Vertretern von Ryanair, um entweder die Entlassungen zu stoppen oder zumindest einige Arbeitsplätze zu retten – aber das Ergebnis ist ernüchternd.

Die Gewerkschaften sagten gestern, dass Ryanair im Rahmen der Gespräche, die zwischen dem Unternehmen und den Arbeitnehmern für das ERE, das die Basis in Girona betreffen wird, aufgenommen wurden, "nur ungern verhandelt". Die Gewerkschaften beschuldigten das Unternehmen, "betrügerische Praktiken" begangen zu haben.

Insbesondere beschuldigte man das Unternehmen, Schulungspläne für neue Mitarbeiter bereitzustellen und den von einer Massenentlassung Betroffenen "keinen Platz" anzubieten.

Die Verhandlungen enden in fünfzehn Tagen und es ist noch nicht bekannt, wann die Entlassungen wirksam werden. Das nächste Treffen findet am 7. November statt. Die Verhandlungen sind in den Gesprächen zwischen der Firma und den Arbeitern für die ERE der Firma festgelegt, die die Entlassung von einhundert Personen in der Basis von Girona und 423 in ganz Spanien vorsieht. Für den Fall, dass die Gewerkschaften angesichts der Schließung die vom Unternehmen genannten Gründe nicht klar erkennen, werden sie "legale Waffen einsetzen, um die spanischen Rechtsvorschriften zu erfüllen", so die Gewerkschaftsdelegierte der Gewerkschaft USO in Girona,

Donnerstag 31. Oktober 2019 31.10.19 17:38

          

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