EMPURIABRAVA, 11.11.2019 - 23:01 Uhr

Sant Pere de Rodes: Mönche fälschten im 14. Jahrhundert Papstbulle

Jaja, die Heiligen....

SANT PERE DE ROSES / KATALONIEN / SPANIEN: Bei Forschungsarbeiten zum Kloster Sant Pere de Roses fand die aus Figueres stammende Historikerin Sònia Masmartí eine erstaunliche Geschichte. Ganz offensichtlich haben die Mönche des Klosters im 14. Jahrhundert eine Bulle von Papst Urban II gefälscht.

Um weiter ihre Existenz zu sichern, trugen sie in fast perfekter Manier einen Zusatz ein, der es ihnen erlaubte, von vorbeikommenden Pilgern Ablass zu kassieren. Und dies taten sie dann auch fröhlich bis ins 17. Jahrhundert (!) hinein, bis sie dem Bistum in Girona unterstanden. Die Bulle wurde in Girona aufbewahrt und die Historikerin kam dem Schummel auf die Spur, weil versehentlich ein Datum eingetragen wurde, das unmöglich war – man hatte sich bei dem Tag eines Feiertags schlichtweg vertan.

Zu dieser Zeit war es üblich, das der Papst in periodischen Abständen Verfügungen und Erlässe erneuerte, aber da nie ein Original vorlag, konnte natürlich auch nichts Neuesausgestellt werden und die Mönche, ganz schlau, benutzten ein und dasselbe Papier drei Jahrhunderte lang fröhlich weiter.

Donnerstag 24. Oktober 2019 24.10.19 22:24

          

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