EMPURIABRAVA, 23.02.2020 - 05:15 Uhr

Castelló d’Empúries: Todesort von Ex-Bürgermeister erforscht

CASTELLÓ / KATALONIEN / SPANIEN: Die Abteilung für Geschichte des Rathauses von Castelló d’Empúries hat nach langen Forschungen nun endlich die Hintergründe und des Sterbeort des Ex-Bürgermeisters Josep Bordas de la Cuesta (1878-1943) feststellen können. Bordas de la Cuesta wurde nach archivierten Dokumenten Anfang 1943 in Mexico-City tot aufgefunden.

Das Ergebnis der Forschungen ist umso wichtiger, als das man von einem der berühmtesten Männer des Ortes, Widerstandskämpfer und Patriot weder das Todesdatum noch den Sterbeort kannte.

De la Cuesta war während des Spanischen Bürgerkrieges mehrfach nach Frankreich ins Exil gegangen und lief in Katalonien Gefahr, von Franco-Anhängern gefasst und dann vermutlich umgebracht zu werden. Aus dem Exil heraus arbeitete er weiter in Untergrundbewegungen und steuerte Aktionen gegen die Faschisten.

Anscheinend wurde 1942 der Boden auch in Frankreich zu heiss und auf einem Schiff flüchtete er in Richtung Mexiko, dass das Land 22. Mai 1942 erreichte. In Mexiko lebte er anscheinend in sehr ärmlichen Verhältnissen – das geht aus Briefen hervor, die er nach Castelló d’Empúries schickte – und verstarb nach mexikanischen Informationen sehr arm und in einem körperlich schlimmen Zustand.

Donnerstag 24. Oktober 2019 24.10.19 22:25

          

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