EMPURIABRAVA, 20.11.2019 - 23:03 Uhr

Über 110 Jahre katalanische Ski-Kultur

Skifahren in Katalonien

KATALONIEN / SPANIEN: Der Pionier des katalanischen Ski-Sports kam im Dezember 1908. Albert Santamaria fing mit seinen aus der Schweiz importierten Skiern in Rasos de Peguera, in Berguedà, an. Verglichen mit anderen Regionen Spaniens hielt der Skisport damit spät Einzug in Katalonien. Auch wenn die Region diesbezüglich Jahrzehnte hinter der Schweiz und Frankreich lag, so holte sie schnell auf.

1911 wurde mit der „Setmana d`Esports d`Hivern“ der erste Ski-Wettbewerb in Ribes de Freser veranstaltet. In den Anfangsjahren blieb der Sport den Reichen vorbehalten.

Dies änderte sich erst mit einem wandelnden Umweltbewusstsein und 1922 beziehungsweise 1931 mit der neuen Zugstrecke zwischen Molina und Núria, die einer breiteren Masse den Zugang in die Skigebiete ermöglichte. 1919 entstand dann das Skigebiet in Vall d`Aran. In Folge der wachsenden Popularität entstanden erste Unterkünfte und Hotels.

Der Bürgerkrieg verlangsamte diese Entwicklung vorrübergehend, bis im Februar 1943 der erste Ski-Lift in Molina eröffnet wurde. 1944 wurde mit der Escola d`Esqui La Molina die erste Ski-Schule gegründet. Von nun an pilgerten Woche für Woche zahlreiche lernbegierige Großstädter aus Barcelona in die Berge.

In den 60er und 70er Jahren verstärkte sich diese Entwicklung, bis man geradezu von einem Boom reden konnte. Zahlreiche weitere Resorts wurden eröffnet.

Mit dem Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen in Japan 1972 durch den Spanier Paco Fernández erlebte die Euphorie einen weiteren Höhepunkt.

Jetzt sprachen wirklich alle über diesen Sport. 1980 hielten dann Snowboards und Schneekanonen ihren Einzug in die Skigebiete.

Nach 110 Jahren Ski-Betrieb in Katalonien gibt es heute insgesamt 16 Ski-Resorts, die 12 000 Arbeitsplätze bieten. Jedes Jahr zählen die Gebiete um die 750 000 Besucher.

Quelle: barcelonafuerdeutsche



Sonntag 13. Oktober 2019 13.10.19 17:26

          

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