EMPURIABRAVA, 16.10.2019 - 00:15 Uhr

Castelló und Empuriabrava: circa 100 Immobilienmakler – viele illegal

EMPURIABRAVA / KATALONIEN / SPANIEN: In Castelló d'Empúries und Empuriabrava gibt es circa 100 Immobilienhändler (Möglicherweise noch mehr, aber diese sind nicht als Makler angemeldet), von denen aber immer noch viele illegal arbeiten, d.h., keine entsprechenden Kurse und Prüfungen zur Ausübung dieses Jobs absolviert haben.

Es passiert jedoch nichts, denn man will allen die Gelegenheit geben, sich offiziell zu machen und setzt auf Aufklärung und das Angebot, sich in vereinfachter Form legal zu machen. Dafür ist allerdings ein dreimonatiger und 200 Stunden umfassender Kurs unbedingt nötig, um eine diesbezügliche Berechtigung zur Ausübung des Berufes zu erhalten.

Schon früher war eine API-Nummer Grundvoraussetzung bei der Eröffnung eines Immobilienbüros, doch mit der Zeit verwässerte dies alles, da die Nummern und Genehmigungen einfach weitergegeben, verkauft oder überlassen wurden. Ursprünglich sollte die API-Nummer garantieren, dass ein Fachmann Häuser und Wohnungen verkauft, der sich u.a. auch mit den Gesetzen und Normen auskennt.

Die API hatte spätestens mit dem Recht auf freie Niederlassung ihre Berechtigung verloren, doch war sie teilweise immer noch ein Qualitätsmerkmal, auf das sich ein Käufer meistens verlassen konnte.

Nun haben die Gemeinden dieses Qualitätsmerkmal wieder aufgenommen und Hintergrund ist, dass man den Käufer schützen möchte und alles daran setzen will, damit dieser von einem Fachmann beraten wird. Deshalb nun die Vorgabe, dass jeder Makler eingeschriebenes Mitglied der API sein muss und wer dem nicht nachkommt, wird wohl seine Geschäftslizenz über kurz oder lang verlieren.

Man setzt den Maklerberuf nun gleich mit dem beispielsweise eines Arztes, der auch über entsprechende Qualifikationen verfügen muss, ehe er eine Praxis eröffnen darf.

Man darf allerdings gespannt sein, ob diese Verordnung letztlich einer Klage standhält. Nach europäischem Recht dürfen solche Beschränkungen nicht vorgenommen werden, aber möglicherweise gibt es für die API diesbezüglich ein Schlupfloch in den Gesetzestexten.

Letztendlich aber ist ein lizensierter Makler für den Kunden sicherlich nicht die schlechteste Lösung, denn dieser gewährleistet durch den Unterricht zumindest ein Grundwissen in Recht, Buchhaltung, Notar-Angelegenheiten, Steuern etc. Achten Sie beim nächsten Besuch in einem Immobiliengeschäft auf die entsprechenden offiziellen Zertifikate.

Mittwoch 09. Oktober 2019 09.10.19 21:55

          

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