EMPURIABRAVA, 15.10.2019 - 23:07 Uhr

Ausflugstipp: Reisfelder, Sumpfgebiete und Dünen in Pals

PALS / KATALONIEN / SPANIEN: Reisfelder, Sumpfgebiete und Dünen sind der Lebensraum einer großen Zahl von Tierarten, die hier, in dem in unmittelbarer Nähe des Meers gelegenen Natur-schutzbereich der Basses d'en Coll, zusammenleben.

Beginn:

Wir beginnen unsere Route bei der Informationsstelle der Basses d'en Coll, die sich links an der Straße zur Platja del Grau befindet. Zur Anfahrt halten wir uns hierfür in Richtung Platges de Pals und folgen den auf das Teichgebiet hinweisenden grünen Plakaten. Die Informationsstelle ist in einer einfachen Holzbude untergebracht, neben der sich ein kleiner Parkplatz befindet. Hier stellen wir unseren Wagen ab und wenden uns dem vor uns liegenden Fußweg zu, der uns zum Eingang des Schutzgebiets bringt.

Weiterer Verlauf:

Gleich zu Beginn unserer Route stoßen wir auf eine Hinweistafel, die uns eine kurze Einführung zu diesem vor uns liegenden Naturschutzgebiet gibt. Über einen klar gekennzeichneten Weg geht es schnurgerade an blühenden Reisfeldern entlang, und bald schon überqueren wir den Rec de les Bassetes, einen der größeren Bäche, die ihr Wasser der Bassa Gran zuführen. Zu unserer Rechten können wir jetzt auch schon die ersten Schilfflächen ausmachen.

Wir nähern uns nun der Gabelung, an der wir auf den von Mas Gelabert her kommenden Weg stoßen, wobei wir uns jedoch rechts in Richtung Meer halten. Unsere Route verläuft hier parallel zum Rec d'es Coll zu unserer Linken. Ein paar Meter weiter vereinen sich der Rec d'es Coll und der Rec del Molí und bilden einen Kanal, der im Allgemeinen ziemlich viel Wasser führt und Lebensraum für viele Vögel ist. Ohne deren Ruhe zu stören, können wir all die verschiedenen Arten von einem hölzernen Beobachtungsstand aus betrachten, der sich uns diesbezüglich bereits nach wenigen Schritten darbietet.

Am gegenüberliegenden Ufer ist auf gleicher Höhe des Beobachtungsstands der Mirador auszumachen, ein Aussichtspunkt, der auf dem Pumpenhaus, der Casa de la Bomba, angelegt wurde. Von dieser Plattform aus bietet sich ein prächtiger Ausblick auf die sich bis zum Meer hin ziehenden Reisfelder und die weiten Schilf­ und Binsengebiete.

Im weiteren Verlauf unserer Route wird der Weg zunehmend breiter und scheint auch schon bald zu Ende zu gehen. Hier beginnt hinter einer Absperrung das Röhricht und das Sumpfgebiet. Schaut man nach Osten, sieht man von hier aus das Meer.

Erweiterung der Route:

Der letzte Abschnitt der Route, der über einen engen, schilfgesäumten Pfad verläuft und uns bis ans Wasser führt, kann nur zu Fuß bewältigt werden. Auf diese Weise kommen wir bis zur Mündung des Rec del Molí in die Bassa Gran, wo unsere Route ihr Ende hat. Unser Blick schweift von hier aus über die ebenfalls unter Naturschutz stehenden Dünen an der Platja de Pals, deren weite Sandflächen einen scharfen Kontrast zu dem vor uns liegenden Sumpfgebiet darstellen, und das sich dahinter anschließende Meer. Von hier aus geht es nun wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Kurioses:

Der Reisanbau im Empordà geht auf die Mitte des 15. Jahrhunderts zurück, nachdem in Pals im Jahr 1452 urkundlich die erste Genehmigung zum Bau einer Reismühle und zur Anlage der entsprechenden Mühlbäche erteilt wurde. Berechtigterweise genoss der Reis von Pals seit jeher ein hohes Ansehen, was nicht allein nur der Erfahrung der hiesigen Reisbauern zu verdanken ist, sondern ebenso auch den ganz besonderen Bedingungen, die anderswo in Bezug auf Klima, Sonne und Wasser nicht gegeben sind. Die traditionelle Verarbeitung seitens der empordanesischen Köche, die den Reis in tausend Varianten, besonders aber als arròs a la cassola – mit verschiedenen Zutaten in einer Kasserolle – auf den Tisch bringen, tat schließlich ein Übriges, um diesem Grundnahrungsmittel den ihm gebührenden Platz zuzuweisen. Als passender Abschluss der hier beschriebenen Route bietet sich so also ein deftiges Reisgericht in einem der hiesigen Lokale an.

Anmerkungen und Empfehlungen:

Für die Route sollte man festes Schuhwerk tragen und besonders im Sommer an genügend Trinkwasser denken. Wer einen Feldstecher hat, der sollte den auf jeden Fall im Rucksack mitführen, denn zur Beobachtung der Vogelwelt an den verschiedenen Teichen leistet der die besten Dienste. Verhalten Sie sich umweltgerecht und weichen Sie nicht von den markierten Wegen ab!

Quelle: costabrava.org



Samstag 28. September 2019 28.09.19 17:14

          

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