EMPURIABRAVA, 15.10.2019 - 23:11 Uhr

Finanzamt-Mitarbeiterin unterschlug Millionen von 102 Sportlern in Spanien

MADRID / KATALONIEN / SPANIEN: Der grösste Skandal in der Geschichte des spanischen Finanzamtes wurde von einer Frau verursacht. Leonor Sánchez-Caballero, eine Mitarbeiterin und u.a. zuständig für Prüfungen, unterschlug insgesamt 6,2 Millionen Euro von in Spanien spielenden Sportlern und hier in erster Linie aus dem Bereich Fussball und Basketball.

Die Frau kam durch Steuerrückzahlungen von ausländischen Spielern an das Geld und behielt durch Fälschung von Dokumenten immer einen Betrag ein, der dann in ihre Taschen floss. Betroffen waren auch ehemalige und teilweise wieder aktuelle Bundesligaspieler wie Sahin, dem 1.212.000 Euro fehlen und Altintop mit 552.000 Euro. Beide waren für Real Madrid aktiv. Daneben tauchten noch die Namen Salvi (376.000 Euro) und die ehemaligen Spieler von Valencia CF Cissokho (415.000 Euro) und Stankevicius (mehr als eine Million) auf. Bei allen betroffenen Spielern handelt es sich um Ausländer, die von den Vorteilen des spanischen Steuerrechts profitierten und grosse Teile ihrer gezahlten Steuern zurück erstattet bekamen.

Laut der spanischen Tageszeitung „El Mundo“ hat die Staatsanwaltschaft 11 Jahre Gefängnis u.a. wegen Betrug und Dokumentenfälschung beantragt.

Donnerstag 12. September 2019 12.09.19 19:02

          

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