EMPURIABRAVA, 18.09.2019 - 02:55 Uhr

Empuriabrava verliert durch den Verlust alter Häuser seine Identität

EMPURIABRAVA / KATALONIEN / SPANIEN: Die Vereinigung „Canalitzem“ aus Empuriabrava (ARENA berichtete gestern von deren Vorstoss für mehr Fahrradwege im Ort) bemängelt, das Empuriabrava mehr und mehr seiner Identität verliert und zwar deshalb, weil die alten Häuser z.B mit Turm nach und nach abgerissen werden , um an gleicher Stelle monströse Doppelhäuser hinzustellen, die wie hässliche Starenkästen oder viereckige Bunker ohne jegliche Ausstrahlung eigentlich nichts darstellen, was den Ort einmal ausgemacht hat.

Man bemängelt ebenfalls, dass die Vegetation nur noch am Rande existiert und das Gärten und Grünflächen dem Beton weichen mussten. „Die alten Häuser aus den 60er und 70er Jahren waren Unikate architektonischer Kunst und ist nicht wieder herzustellen“, meinte einer von der Gruppe „Canalitzem“. Man will erreichen, dass die Behörden den Bestand schützen und keine Genehmigungen mehr für unpersönliche Architektenverbrechen erteilen.

Cadaqués zum Beispiel hat erreicht, dass Häuser im Zentrum oder auch Landhäuser so bleiben müssen wie sie gebaut wurden und als historische Erinnerung eingestuft werden.

Ein weiterer Punkt ist, dass der Erhalt der alten Häuser wesentlich umweltverträglicher ist als direkt abzureissen und neu zu bauen. Man will eine Register erstellen, wo sich noch die alten und so typischen Häuser befinden und dies öffentlich machen.

Recht hat die Gruppierung, denn es sind immer mehr dieser viereckigen Würfel im Ort zu sehen, die einen ganzen Strassenzug verschandeln können. Klar: mit dem Abriss eines alten Objekts und dem Bau eines viereckigen Doppelhauses mit Minipool und ein paar Quadratmetern Kunstrasen lässt sich schnell Geld verdienen, dem Image des Ortes tut dies aber wahrlich nicht gut.

Mittwoch 04. September 2019 04.09.19 22:16

          

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