EMPURIABRAVA, 18.09.2019 - 02:56 Uhr

Roses hat neue Pläne gegen die Massen an illegalen Verkäufern angekündigt

ROSES / KATALONIEN / SPANIEN: Auf der letzten ordentlichen Ratssitzung im Rathaus von Roses wurde darüber diskutiert – wieder einmal – wie man den Horden an illegalen Verkäufern, den Top-Mantas – Herr werden könnte. Alle bisherigen Massnahmen verpufften fast wirkungslos und erst in den letzten Wochen konnte man zumindest durch die Beschlagnahmung von Waren den Verkäufern zumindest ein wenig wehtun. Die gefälschten Artikel wurden bevor sie an den Strand gelangen konnten, sichergestellt. Aber eines ist auch klar: die Hintermänner haben diese Tricls der Polizei auch registriert und werden sich andere Lieferwege einfallen lassen.

Bürgermeisterin Montse Mindan schlug nun vor, dass man sich mit möglichst allen betroffenen Städten und Gemeinden an der Küste zusammensetzt. Hier redet man von Orten ab der Küste des Alt Empordà bis in den Südosten der Iberischen Halbinsel. Von Roses bis zur Punta Umbría (Huelva) über Barcelona, Valencia und Fuengirola. Dies sind nur die grösseren Orte, alle betroffenen Ortschaften aufzulisten ist fast unmöglich. Nur in Galicien isr seltsamerweise Ruhe.

Eines aber haben alle Dörfer und Städte gemeinsam: die Top-Mantas, die sich ausgebreitet haben wie ein bösartiges Geschwür. Nun hat laut Alcaldessa Mindan jeder Ort seine eigenen Methoden, mit den unerwünschten Gästen umzugehen und nun gilt es, die Erfahrungen zu bündeln und eine wirklich funktionierende legale Gegenwehr zu organisieren.

Druck bekommen die Rathäuser immer mehr von den lokalen und legalen Geschäften, die am meisten von dem Verkauf gefälschter Waren zu Dumpingpreisen betroffen und in ihrer Existenz bedroht sind.

Die Rathäuser wiederum wollen nun verstärkt Druck auf die Regierung machen und fordern Änderungen im Straf – und Ausländergesetz sowie eine Reform des Arbeitsgesetzes. Damit kann man dann in aller Härte legal gegen diese Verkäufer vorgehen und vielleicht das Problem lösen.

Das Rathaus Roses und Bürgermeisterin Mindan wollen nun für November einen Kongress einberufen, zu dem sämtliche in ganz Spanien betroffenen Orte Vertreter schicken können, um das Problem zu diskutieren. Wenn möglich soll dieser Kongress noch im Novemver in Roses stattfinden.

Dienstag 03. September 2019 03.09.19 18:15

          

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