EMPURIABRAVA, 25.08.2019 - 14:12 Uhr

Weniger Ansturm auf die Notaufnahmen in Katalonien

KATALONIEN / SPANIEN: Es scheint sich auch unter den Bürgern Kataloniens herumgesprochen zu ha-ben, dass die massiven Einsparungen, die die öffentlichen Krankenhäu- ser durchführen müssen, den Service nicht gerade verbessern würden. Waren bisher schon bei der Notaufnahme Wartezeiten bis zu fünf Stunden und mehr die Regel, so mussten die Patienten damit rechnen, dass sich diese entnervenden Wartezeiten noch weiter hinziehen würden.

Die Reaktion der Öffentlichkeit sprach für sich: seit einiger Zeit wurden die Notaufnahmen durch- schnittlich um rund 10 % weniger in Anspruch genommen.

Da per Verordnung an Nachmittagen nicht mehr operiert werden darf, hat sich das Angebot an verfügbaren Betten so sehr entspannt, dass jetzt fast jeder Patient, der stationär behandelt werden muss, sofort in ein Zimmer aufgenommen werden kann, während vorher oftmals auch Schwerkranke erst am folgenden Tag in ein reguläres Zimmer verlegt werden konnten.

Die Bevölkerung scheint es sich jetzt zwei Mal zu überlegen, ob sie wegen einer Grippe oder Bauchschmerzen die nächste Notaufnahme aufsucht. Katalonien verfügt über 64 Krankenhäuser mit einem 24-Stunden-Notdienst. Die derzeitigen Verantwortlichen des öffentlichen Gesund- heitssektors sind der Meinung, dass einige davon unnötig und daher auch unrentabel seien. Es wird darüber nachgedacht, die am wenigsten frequentierten Notdienste zu schliessen.

Dienstag 13. August 2019 13.08.19 08:11

          

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