EMPURIABRAVA, 18.11.2019 - 17:09 Uhr

Polizei stellte jeden zweiten Tag Anzeige wegen illegaler Ankerung an den Küsten

EMPORDÀ / KATALONIEN / SPANIEN: Im Juni und Juli hatte die Guàrdia Civil auf den Gewässern nahe der Küste des Alt und Baix Empordà jede Menge damit zu tun, Bootsfahrer aufzuspüren, die trotz strenger Verbote in geschützten Gebieten ankerten. Das Ankern von Schiffen in ausgewiesenen Schutzgebieten, Seegras-Wiesen und anderen Gebieten ist streng verboten, um den Meeresboden und z.B. die Korallen vor Zerstörung zu schützen.

Im Juni gingen der Polizei 20 „Falsch-Ankerer“ ins Netz und im Juli 10 – also jeden zweiten Tag einer, was definitiv zu viel ist. Und rechnet man noch diejenigen hinzu, die den Kontrollen entkamen, kann man sich vorstellen, wie der Meeresboden und deren Bewohner nach einer Sommersaison aussehen: umgepflügt und teilweise zerstört.

Die Beamten, Polizei und Landschaftsschützer, machen die Betroffenen zunächst auf ihren Fehler aufmerksam und die Gerichte entscheiden später, ob Anklage erhoben wird.

Seit 2007 gibt es Gesetze, die den Meeresboden und die entsprechenden Gebiete schützen, doch gibt es immer wieder Leute, die entweder aus Unkenntnis oder aber miot voller Absicht ihre Anker in verbotenen Gebieten nutzen. Die meisten Bootsfahrer nutzen vorhandene Bojen oder Gebiete, in den das Ankern erlaubt ist, aber dadurch, dass so mancher möglichst nahe an den Buchten ankern möchte, geht dies nur mit illegalen Massnahmen, also den Anker z.B. in die Korallen zu werfen.

Wo man den Anker ablassen kann und wo nicht, erfährt man in den „Capitanias“ der Hafenstädte. Dort gibt es Karten oder weiteres Informationsmaterial und dort werden bei leichten Vergehen auch direkt die Geldstrafen eingetrieben.

Dienstag 13. August 2019 13.08.19 20:25

          

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