EMPURIABRAVA, 18.11.2019 - 18:00 Uhr

Empfindliche Strafen für Schwarzarbeiter!!

EMPURIABRAVA / KATALONIEN / SPANIEN: Die Bauwirtschaft in Empuriabrava und Castelló d’Empúries hat es seit einigen Jahren schwer. Es wird nicht nur weniger gebaut, nein, auch die Zahl der Um- oder Ausbauten ging zurück, obwohl dies durch die vielen neuen Besitzer von Immobilien, den Franzosen, etwas aufgefangen wurde.. Und als ob dies nicht genug wäre, haben die Bauunternehmen zunehmend mit Schwarzarbeit zu kämpfen und dies ist ein Übel, gegen das man nun verstärkt vorgeht.

Es wird nun vermehrt kontrolliert und die ersten Erfolge stellten sich schon ein und einige Baustellen mussten vorläufig ihre Aktivitäten einstellen, weil dort Schwarzarbeiter ausgemacht wurden. Die Strafen sind sehr hoch und pro „Erwischtem“ werden mindestens 9.000 Euro fällig. Arbeitet eine Baufirma mit nicht angemeldeten Leuten, muss sie genauso zahlen wie beispielsweise der Besitzer einer Immobilie, der sein Haus oder Wohnung von „Bekannten oder Freunden“ in Schuss bringen lässt.

Ausreden zählen künftig nicht mehr und damit ist u.a. auch Schluss mit damit, Leute beispielsweise aus Deutschland zu holen und diese an der Immobilie arbeiten zu lassen. Die Ausflüchte, dass diese „Freunde“ eigentlich Urlaub machen und nur mal kurz mithelfen zieht nicht mehr. Kommt eine Kontrolle und die Leute sind nicht angemeldet oder bei einer örtlichen Baufirma unter Vertrag, werden pro Nase 9.000 Euro fällig. Da können die Strafen schon mal teurer werden als der gesamte Umbau.

Die Kontrolleure aus Girona achten übrigens auch darauf, ob die Baustelle sämtliche Genehmigungen vorweisen kann und ob diese auch stimmen. In den letzten Jahren hat es sich eingebürgert, das der Bauherr nur den Einbau eines Toilettenfensters beim Rathaus beantragt und demnach entsprechend wenig Gebühren zahlt, in Wirklichkeit aber unter Umständen einen Komplettumbau machen lässt. Kommt dies raus, werden ebenfalls viele tausend Euro Strafe fällig und zudem wird ein sofortiger Baustopp angeordnet.

Man sollte also künftig bei Bauarbeiten etwas vorsichtiger sein und seine Sachen besser offiziell erledigen lassen. Bei zwei oder drei Kontrolltagen in der Woche ist die Chance erwischt zu werden doch relativ hoch und ob es sich lohnt, solch ein Risiko einzugehen ist mehr als fraglich.

Ähnlich wird auch in diesem Jahr in anderen Branchen verfahren und es spielt keine Rolle, ob es sich um Gastronomie, Handwerk, Einzelhandel oder auch Medien handelt – wer keine gültigen Papiere, keinen Arbeitszeitnachweis und vor allem Quittungen für die Sozialversicherung nachweisen kann, zahlt und wer hier ständig wohnt und trotzdem schwarz arbeitet, sollte sich etwas überlegen, denn dann wird es richtig teuer.

Dienstag 13. August 2019 13.08.19 08:17

          

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