EMPURIABRAVA, 25.08.2019 - 14:04 Uhr

Schwarzvermietung in Katalonien immer noch dramatisch hoch

KATALONIEN / SPANIEN: Nach einer Statistik der GESTHA (Gewerkschaft der Fachleute des Wirtschafts- und Finanzministeriums) gehen dem Fiskus in Spanien jährlich mehr als eine Milliarde Euro durch die Lappen.

Grund hierfür ist, das bis zu 70 Prozent der Wohnungen und Häuser, welche zwar in der Vermietung sind, wo jedoch keine offiziellen Abgaben auf die Mieteinnahmen an das Finanzamt gezahlt werden. Im Klartext bedeutet das:

Die Mieten für diese Objekte werden ’schwarz’ an den jeweiligen Vermieter gezahlt.

In Katalonien ist es absolut keine Seltenheit, dass der Vermieter am Monats- ende persönlich bei den Mietern abkassiert.

Derartige Zahlungen erfolgen in vielen Fällen ‘Cash auf die Hand’, diese Tatsache macht es den Ermittlern der Finanzbehörden ungleich schwerer, derartigen Betrugsfällen nachzugehen.

Noch dramatischer stellt sich die Situation für die Experten der GESTHA (Gewerkschaft der Fachleute des Wirtschafts- und Finanzministeriums) dar, wenn man bedenkt, dass in der aktuellen Erhebung Garagen, Ladenlokale, Büros und Lagerräume nicht berücksichtigt wurden.

Katalonien liegt übrigens landesweit an erster Stelle bei dieser traurigen Statistik.

Sonntag 11. August 2019 11.08.19 22:18

          

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