EMPURIABRAVA, 15.12.2019 - 22:22 Uhr

Warnung vor Zunahme der Quallen an den Stränden

ALT EMPORDÀ / KATALONIEN / SPANIEN: Was ARENA schon vor zwei Monaten veröffentlichte, wurde nun vom Instituts für Meereswissenschaften CISC noch einmal bestätigt: es sind riesige Schwärme der Quallenart „Pelagia Noctiluca“ auf dem Weg zum Cap de Creus bzw. an die Strände der Badia de Roses und weiter gen Süden. Die „Pelagia Noctiluca“ ist die Quallenart, die die meisten Verletzungen bei Menschen verursacht und sind in gorssen Ansammlungen nicht ungefährlich. Laut CISC sind in den Sommermonaten alleine in Katalonien 15.000 – 20.000 Menschen von Verletzungen durch Quallen betroffen.

Noch sind die meisten von ihnen im offenen Meer, jedoch werden sich die Medusen bei den derzeitigen Temperaturen weiter Richtung Küste bewegen und man rechnet damit, dass diese Glibbertiere im Sommer so manchen Badenden wieder an Land treiben.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass die „Pelagia Noctiluca“ Richtung Küste treiben, aber manwar etwas verdutzt darüber, wie früh und in welchen Mengen sie ankommen. Dabei ist dies wahrscheinlich nur die erste Welle und weitere Quallen – auch andere Arten – werden zusätzlich erwartet. Das Problem: sind sie erst einmal in Küstennähe, gibt es keine natürlichen Barrieren mehr und je wärmer das Wasser wird, umso lästiger werden die Medusen.

Aber warum gibt es immer mehr Quallen? Nun, auch hier ist wieder einmal der Mensch der Schuldige. Durch die teilweise Überfischung des Mittelmeeres fehlen die natürlichen Feinde der Quallen, nämlich die Fische, die bis vor ein paar Jahren noch für ein natürliches Gleichgewicht gesorgt haben. Und das wird von Jahr zu Jahr problematischer. Hinzu kommt die Klimaerwärmung und diese lässt natürlich auch in den Meeren die Temperaturen immer mehr steigen. Und wie oben schon angeführt: je wärmer das Wasser, um so mehr Quallen gibt es.

Was man gegen Verletzungen von Quallen tun kann, werden wir morgen berichten.

Donnerstag 11. Juli 2019 11.07.19 21:39

          

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