EMPURIABRAVA, 19.07.2019 - 01:34 Uhr

Franzosen sind Immobilienkäufer Nummer 1 – Deutsche warten ab

COSTA BRAVA / KATALONIEN / SPANIEN: Wenn derzeit an der nördlichen Costa Brava eine Immobilie verkauft wird, steckt als Käufer fast sicher ein Franzose dahinter. Weiter südlich im Raum Platja d’Aro und Lloret de Mar dominieren seit ein paar Jahren die Russen – allerdings kaufen diese fast ausschliesslich Luxusobjekte – und noch weiter im Süden im Raum Blanes sind es vornehmlich die Barceloneser, die sich eine Zweitresidenz zulegen.

Warum aber gerade die Franzosen? Nun: die Costa Brava liegt recht nah und beispielsweise bis nach Toulouse braucht man gerade einmal zweieinhalb Stunden mit dem Auto. Hinzu kommt, dass die Preise hier für die französischen Nachbarn immer noch recht günstig sind und ein nicht unwesentlicher Punkt dürfte auch sein, dass man hier in Katalonien immer noch einen Teil des Kaufpreise - sagen wir mal vorsichtig – in „B“ bezahlen kann. In unsicheren Zeiten nicht die schlechteste Möglichkeit, unauffällig Geld verschwinden zu lassen.

Das erklärt auch die Tatsache, dass die wenigsten französischen Käufer einen Kredit benötigen und wenn doch, werden nur kleine Summen beantragt.

Aber wo sind die anderen Nationalitäten, die vor ein paar Jahren noch das Alt Empordà bevölkerten? Nach Meinung von Experten warten diese mit dem Kauf einer Wohnung oder Hauses. Es ist allgemein bekannt, dass Immobilien in den letzten Jahren im Preis gestiegen sind und das es wieder billiger wird, ist kaum anzunehmen. Vor allem Deutsche und Holländer hatten es nicht eilig und reizten die Situation aus – und haben wahrscheinlich zu hoch gepokert. Jetzt ist es so, das entweder bei einem absoluten Schnäppchen zugeschlagen wird oder man verschiebt den Kauf oder sucht sich in einem anderen Land eine Ferienimmobilie.

Speziell die Deutschen hatten Angst vor dem spanischen Küstengesetz (da waren die Franzosen mutiger) und schon aus diesem Grund kam es für die meisten nicht in Frage, in Empuriabrava oder Santa Margarida etwas zu erwerben.

Dies ist nun anderes und man wird sehen, ob vor allem die Bootsfahrer die beiden Orte hier im Norden Kataloniens wieder für sich entdecken.

Montag 08. Juli 2019 08.07.19 21:51

          

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