EMPURIABRAVA, 19.07.2019 - 01:30 Uhr

Neues zum Fall des möglichen Sexualstraftäters aus Empuriabrava

EMPURIABRAVA / KATALONIEN / SPANIEN: Die Wellen schlugen nach dem ARENA-Bericht vom 15.6.2019 hoch *, sogar sehr hoch. Kurz nach Veröffentlichung meldeten sich Leute aus dem näheren Umfeld des Mannes und erzählten uns Einzelheiten über den möglichen Täter und vor allem konnte man uns präzise Angaben über den Verlauf und den Wahrheitsgehalt machen.

Zunächst zum Wahrheitsgehalt des Falles: Da zwei unabhängige Anzeigen aus Frankreich und hier in Katalonien vorliegen, ist es relativ eindeutig, dass die Aussagen der Tageszeitung „Diari de Girona“ stimmen.

Die erste Familie reichte bei den Mossos d'Esquadra aus Roses Anzeige ein und dazu kamen dann noch zwei Anzeigen aus Frankreich, die ebenfalls in Roses eingereicht wurden. Die Mossos dürfen natürlich auch der Presse gegenüber nicht eindeutig werden, aber es ging um sexuelle Aggressionen gegenüber fünf Mädchen und dies reichte dem „Diari de Girona“ genau wie ARENA, um es auf die Titelseite zu bringen. Und demnach könnte der Verdächtige der mutmassliche Täter sein. Jedenfalls deutet alles darauf hin, auch wenn er derzeit gegen Kaution und mit Auflagen auf freiem Fuss ist (mit seiner hier lebenden Frau, die ihn unterstützt und verteidigt) und angeblich so tut, als ob nichts geschehen wäre.

Der Ablauf der ganzen Geschichte wurde uns so erzählt:

Am 15. März wurde in Roses Anzeige wegen sexueller Übergriffe gegen 3 Mädchen gegen den mutmasslichen Täter gestellt.

Am 20. März wurde er von den Mossos d'Esquadra verhaftet.

Am 21. März wurde er dem Haftrichter vorgeführt und umgehend in Untersuchungshaft gestellt.

Am 23. März zeigten zwei weitere Familien aus Frankreich einen Mann wegen sexueller Übergriffe gegen zwei weitere Mädchen an und dies ebenfalls bei den Mossos in Roses.

Am 4. Mai wurde er gegen Zahlung einer Kaution und Auflagen vorläufig freigelassen.

Wie uns Bekannte des eventuellen Täters erzählten, war der Mann mit der Familie der drei Mädchen gut bekannt und sogar befreundet. Möglicherweise wurde deshalb im Vorfeld nichts bekannt, auch weil die Mädchen Angst hatten, gegen einen Freund der Familie etwas zu unternehmen. Erst nachdem eine andere Familie in Frankreich – die mit der aus Empuriabrava befreundet ist - von einer ihrer Töchter hörte, dass etwas vorgefallen sei, informierte man die hiesigen Freunde und nach einer privaten Befragung der Töchter kam dann anscheinend alles heraus. Wir werden aus Rücksicht auf die Mädchen hier keine Einzelheiten veröffentlichen, was passierte, aber die Leser können versichert sein, das es nicht schön war.

Anscheinend – so wurde uns weiter erzählt – hat der mutmassliche Täter mittlerweile schon in einigen Lokalitäten Empuriabravas Hausverbot (offensichtlich ist der Fall unter der französischen Bevölkerung des Ortes näher bekannt) und viele Leute haben sich von ihm abgewandt. Einige, so erklärte man uns, wollen erst einmal mit einer Vorverurteilung abwarten, denn „solange nicht die Schuld bewiesen ist, gilt der Beschuldigte als unschuldig“.

Andere französische Einwohner Empuriabravas erzählten uns, dass der Familie sehr viel Hilfe zukommt, unter anderem von den Mossos d'Esquadra, die sich intensiv um sie kümmert und auch Psychologen und ärztliche Hilfe stellt. Daneben das Rathaus und die Schule in Castelló, die beide 24 Stunden am Tag bereitstehen, um zu helfen und eventuell einzuschreiten. Wir hörten zudem, dass sich der mutmassliche Schuldige der Familie und speziell den Mädchen nur maximal bis 200 Metern nähern darf.

Wir bleiben dran und werden, sobald sich Neues ergibt, sofort informieren.

Aber noch einmal die Empfehlung an alle Eltern, ein wenig mehr als normal auf ihre Töchter zu schauen. Es ist sehr unwahrscheinlich, das noch etwas passiert, doch „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“.

* „(60jähriger Franzose wegen sexueller Übergriffe und Aggression an fünf Mädchen in Roses verhaftet – Mann lebt in Empuriabrava)“

Samstag 06. Juli 2019 06.07.19 20:04

          

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