EMPURIABRAVA, 18.09.2019 - 21:49 Uhr

Es wird immer mehr gefeilscht – sogar bei Souvenirs

PROVINZ GIRONA / KATALONIEN / SPANIEN: Die allgemeine Krise macht sich in Geschäftsbereichen bemerkbar, von denen man nie gedacht hätte, dass diese irgendwann einmal betroffen sind. Es handelt sich um das Feilschen und dies ist ein Phänomen, das man erst seit ein paar Jahren an der Costa Brava kennt. Mittlerweile ist es schon fast normal, dass es bei Ausflügen, in Hotels und Restaurants und im Nautikbereich zugeht wie im türkischen Basar und es wird gehandelt, dass es nur so kracht. Neu ist aber, dass die Urlauber nun auch in Souvenirläden nicht mehr jeden Preis akzeptieren und schon bei Kleinprodukten um jeden Cent feilschen. Entweder wird ein Preis vorgegeben – der oftmals unter dem Einkaufspreis der Geschäfte liegt – und dann versucht man sich zu nähern oder die Leute verlangen zu dem eigentlichen Produkt der Begierde noch etwas drauf, am besten zwei Souvenirs zum Preis von einem.

Nach Nationalitäten ist das Verhalten unterschiedlich: die Deutschen feilschen gerne und freuen sich, wenn sie das Produkt um einiges preiswerter als ausetikettiert kaufen können. Die Italiener sagen sofort, was sie zu bezahlen bereit sind und entweder akzeptiert das Geschäft dies oder nicht. Und mittlerweile gehen zahlreiche Unternehmer auf dieses Spiel ein – die Zeiten sind schlecht und entgegen früheren Zeiten geben die Urlauber nicht mehr so viel Geld für Andenken aus und bevorzugen kleinere Artikel. Da ist man dann froh, teurere Waren verkaufen zu können, wenn auch wesentlich billiger als ausgeschildert.

Nur bei Originalprodukten des FC Barcelona gibt es keinerlei Nachlass, da der Einkaufspreis schon sehr weit oben liegt und ausserdem gehen Trikots, Schals und andere Artikel aus der Barça-Kollektion weg wie nie. Da hilft auch keine Feilscherei….

Mittwoch 12. Juni 2019 12.06.19 18:11

          

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