EMPURIABRAVA, 24.06.2019 - 21:25 Uhr

Massnahmen gegen das Rauchen Teil 1: Kein Rauchen mehr im Auto und weiteren Orten

KATALONIEN / SPANIEN: Das katalanische Gesundheitsministerium hat laut der Tageszeitung „La Vanguardia“ am Freitag, dem Welttag des Tabaks, beschlossen, das man ab sofort an einem neuen Gesetz feilen würde, nach dem die Rauchverbote massiv ausgeweitet würden. Man plant, dass demnächst auf Sportanlagen – egal ob mit oder ohne Dach – das Rauchen untersagt wird, man an Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel die Zigarette nicht mehr anzünden darf, man beim Rauchen fünf Meter Abstand zu Krankenhäusern und anderen sanitären Einrichtungen, zu Schulen und Ämtern halten muss. Die härteste und wohl auch umstrittenste Massnahme aber wird sein, dass das Rauchen in Autos bei privaten Fahrten untersagt wird. Man hofft, das neue Gesetz binnen eines Jahres verabschieden zu können, wobei das Rauchen im Auto noch mit den Verkehrsbehörden und dem Innenministerium koordiniert werden muss. Man vergleicht das Rauchen im Auto mittlerweile mit der Nutzung des GPS oder dem Mobiltelefon: jeder Gebrauch kann die Konzentration beeinträchtigen und man hat ausgerechnet, dass jeder Zug an der Zigarette visuelle Aussetzer von fünf bis zehn Sekunden provoziert.

Die katalanische Gesundheitsministerin Alba Vergés begründete die Pläne mit einem Abwärts – oder Gegentrend beim Rauchverhalten. Im Jahr 2018 rauchten 30,9% der Männer und 20,5% der Frauen in Katalonien, während es im Jahr 2017 29,7 bzw. 18,5% waren – der Anteil hat sich also trotz aller Warnungen und Massnahmen der Regierung rückwärts entwickelt und im Schnitt raucht ein Prozent der Bevölkerung mehr.

Freitag 07. Juni 2019 07.06.19 18:53

          

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