EMPURIABRAVA, 24.06.2019 - 21:31 Uhr

Katalanische Firma erfand und verkauft Golfbälle, die zu Fischfutter werden

BARCELONA / KATALONIEN / SPANIEN: Golf hat nicht den besten Ruf unter den Sportarten, weil die riesigen und immergrünen Spielflächen Unmengen an Wasser verbrauchen und zudem die Golfbälle, die im Meer und Flüssen und Seen landen, nicht wieder herausgeholt werden und ihren Anteil am Plastik im Wasser haben.

Vor ein paar Jahren sah der katalanische Ingenieur Albert Buscató aus Barcelona in New York auf Übungsplätzen für Golfspieler am Hudson River überdimensional grosse Auffangnetze, die die Bälle vor dem Eintauchen in den Fluss auffangen sollten. Das war im Jahr 2006 und Bosató fand die Idee, einen Golfball zu entwickeln, der keine Rüclstände im Wasser hinterliess, sehr reizvoll und machte sich ans Werk und forschte. Es gab zwar schon von einer Firma biologisch abbaubare Golfbälle, aber das war dem Katalanen nicht genug.

Nach einigen Jahren der intensiven Forschung war es dann so weit und er hatte einen Golfball in seinen Händen, der einem Aufschlag eines Golfprofis standhielt, sich aber bei der Berührung mit Wasser sofort auslöste. Er gründete die Firma „Albus Golf“ und nannte seine Bälle „Ecobioball“. Das Besondere neben der Fähigkeit des Auflösens ist, das dem Ball bei der Produktion Fischfutter zugefügt wird und man so auch den kleinen oder grösseren Meeres – oder Flussbewohnern noch eine Freude machen kann, wenn der Spieler schlecht oder ungeschickt ist und den Ball in Nass schlägt.

Bislang konnte „Albus Golf“ nach eigenen Angaben bislang 750.000 Bälle verkaufen, davon die Hälfte in die USA. Daneben sind Urlaubsresorts oder Küstenregionen mit Golfplätzen gute Kunden, aber nach Angaben auch Privatkunden, die Wert auf mehr Umweltschutz legen.

Die Preise für den „Ecobioball“ liegen unter denen normaler Bälle und man verlangt 98 Euro für 100 Bio-Kugeln. Nachteil: man kann sie nur einmal verwenden. Vorteile: siehe oben!



Dienstag 04. Juni 2019 04.06.19 19:21

          

Weitere Meldungen: