EMPURIABRAVA, 20.04.2019 - 00:23 Uhr

Wo das Land zuende ist: das Cap de Creus

ROSES / KATALONIEN / SPANIEN: Der östlichste Zipfel der Iberischen Halbinsel hat von jeher die Fantasie der Menschen hier angeregt. Salvador Dalí, der von seinem Haus in Port Lligat einen guten Blick aufs Cap de Creus hatte, wird mit der Äusserung zitiert, dass er sich als erster Mensch auf der Iberischen Halbinsel, der jeden Morgen die Sonne sieht, privilegiert fühlte.

Landschaftlich gehört die Halbinsel zum Schönsten, was Katalonien und die Costa Brava zu bieten haben. Lieblich sind sie allerdings nicht, die Felsen vom Cap de Creus, eher herb und wild. Der ewige Wind und der steinige Untergrund verhindern, dass sich mehr als ein paar vereinzelte Bäume ansiedeln können. Die Vegetation ist eher unspektakulär und besteht hauptsächlich aus niederen Büschen und Gräsern. Allerdings steuert sie eine olfaktorische Komponente bei, die den Eindruck des Wanderers prägt. Überall duftet es: Wachholder und Schopflavendel, Rosmarin und verschiedene Zistrosenarten – diese Landschaft ist mit allen Sinnen erlebbar.

Die Geologie am Cap de Creus ist kompliziert und vielfältig (deshalb sieht man auch immer wieder Studentengruppen mit Geologenhämmern im Gelände herumkraxeln - nicht zur Nachahmung empfohlen, man braucht eine Extra-Genehmigung von der Parkverwaltung!). Vulkane und die Kräfte der Plattentektonik haben über Jahrmillionen hinweg eine Landschaft aus wildzerklüfteten bizarren Felsengebilden geschaffen, die nur notdürftig von der Vegetation verhüllt werden.

Praktische Hinweise:

Von Cadaques aus gibt es einen Wanderweg nach Cap de Creus, hin und zurück sind es etwa 16 km. Am Kap kann man im Restaurant Cap de Creus ewas essen (die indischen Currys sind unübertroffen! Es gibt aber auch ganz bodenständige Fischgerichte und Bratwurst, die Preise sind moderat) oder einen Kaffee auf der Terrasse trinken, direkt am Leuchtturm gibt es auch eine Bar, die aber nur während der Saison geöffnet ist.

Der Parque Natural Cap de Creus unterhält am Leuchtturm ein Informationszentrum mit einer kleinen Ausstellung zum Park.

Quelle: costabrava.org

Montag 18. März 2019 18.03.19 22:29

          

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