EMPURIABRAVA, 20.05.2019 - 00:32 Uhr

8.3.2010: Schneechaos in der Provinz – teilweise ging gar nichts mehr – Die komplette Chronologie

EMPURIABRAVA / ROSES / KATALONIEN: Das waren lange Stunden und Tage vor fast genau neun Jahren. Ungeahnte und vor allem nicht gekannte Schneemassen fielen von Himmel und legten das komplette Leben lahm. Kein Strom, kein Wasser, kein Telefon! Man lernte für kurze Zeit wieder die Improvisation und man half sich gegenseitig mit kleinen Dingen wie Lebensmittel oder Wasserflaschen aus.

Ab lesen Sie selbst die ARENA-Nachberichterstattung dieser Chaostage vom 11.3.2010.



Die Chronologie des Grauens ab dem 8.3.2010

(MO) ARENA hat versucht, in der Online-Ausgabe möglichst nahe an den Geschehnissen zu berichten - solange die Batterien im Laptop hielten. Hier noch einmal die Chronologie der schlimmen Tage, wie sie bei uns im Internet erschienen sind:

Montag, 11:01 Uhr:

es schneit in Empuriabrava

(MO) Das hatten wir schon lange nicht mehr: es schneit in Empuriabrava, Roses und Santa Margarida! Jetzt im Moment kommt es richtig runter, wird aber wegen des nassen Untergrundes wohl nicht für eine Schneeballschlacht oder einen kleinen Schneemann reichen. Aber schön sieht es trotzdem aus.... Sollte sich irgendwo eine kleine Schneefläche bilden werden wir das forgrafisch festhalten und später veröffentlichen.



Montag, 13:30 Uhr :

Unwetterwarnung – Katalonien mit höchster Alarmstufe

Der spanische Wetterdienst AEMET hat für heute eine Unwetterwarnung herausgegeben. Die Meteorologen erwarten Schneefälle bis auf 200 Meter und einen erneuten Kälteeinbruch in Spanien. In einigen Regionen wurde das Risiko sogar auf Orange gesetzt. Temperaturen von bis zu -9 Grad Celsius und heftiger Schneefall legten schon heute Morgen weite Teile Kataloniens lahm. Der Wetterdienst setzte in Huesca, Barcelona, Girona, Lleida, Tarragona, Castellón und Valencia die Unwetterwarnstufe von gelb auf orange. An den Küsten von Girona und Barcelona gilt diese Warnstufe auch an den Küsten wegen Sturmböen und Regen.

Gelber Alarm gilt für die Provinzen Teruel, Zaragoza, Kantabrien, Cuenca, Guadalajara, Burgos, Palencia, Navarra, Alicante, Mallorca, La Rioja, Alava, Guipuzcoa, Vizcaya und Asturien wegen des Schneefalls.

An den Küsten Almerias, La Coruñas, Burgos, Ibizas, Formenteras, Mallorcas, Menorcas und Melillas gilt ebenfalls gelber Alarm wegen der auftretenden Sturmböen.



Montag, 13.30 Uhr:

Schnee in Regen übergegangen

(MO) Schade: da hat es über zwei Stunden richtig schön geschneit und die weisse Pracht ist sogar kurzfristig liegengeblieben und jetzt fängt es an zu regnen. In Figueres muss nach Augenzeugenberichten das totale Chaos ausgebrochen sein - sogar unser Papierlieferant traut sich mit seinem Lieferwagen nicht auf die Strasse - und dort ist anscheinend alles weiss. Nach den letzten Meldungen des katalanischen meteorologi- schen Instituts könnte es später auch an den Küstenregionen noch einmal schneien. Vor- sorglich wurden die Schulen geschlossen und die Kinder hatten "Schneefrei".



Montag, 15.10 Uhr:

ein Zentimeter Schnee in Empuriabrava

(MO) So schnell kann es gehen: eben hat es noch geregnet und nun fällt der Schnee in Massen. In gut einer Stunde hat sich die eisse Pracht gegen den nassen und eigentlich viel zu warmen Untergrund durchgesetzt und nun liegt gut ein Zentimeter klebriger, aber herrlich weisser Schnee in Empuriabrava, Santa Margarida und Roses. Und es soll noch heftiger werden: laut dem eben hereingekommenen Bericht des katalanischen Wetterdienstes werden sich die Niederschläge im Laufe des Nachmittags verstärken - auch in den Küstengebieten des Alt Empordà. Wie eben beobachtet, sind die Strassen ebenfalls bedeckt. Leider scheinen hier einige Leute die Gefahr zu unterschätzen, denn die Autos sind doch recht flott unterwegs. Ein ähnliches Schnee-Phänomen gab es schon einmal vor 19 Jahren und da lag so mancher Wagen zerbeult und von der Strasse gerutscht in Hecken und Gräben.



Montag, 16.30 Uhr:

Mittlerweile 4.5 cm Schnee in Empuriabrava

(MO) Es schneit und schneit. Auf den Strassen ist der Verkehr fast gänzlich zum Erliegen gekommen und man sieht fast kein Auto mehr. In Empuriabrava liegt mittlerweile gut 4-5 cm Schnee und es ist herrlich ruhig. Sat-Antennen funktionieren nur noch, wenn sie geschützt stehen, Klimaanlagen fallen momentan reihenweise aus. In Girona liegt mittlerweile im Zentrum gut 25 Zentimeter des weissen Pulvers und auch dort sieht man keine fahrenden Autos mehr. Ähnlich in Figueres und Roses: man kann auf den Strassen tanzen oder ohne störenden Verkehr eine Schneeballschlacht abhalten. Wir haben das Tagesbild heute nun zum fünften Mal aktualisiert und derzeit sehen Sie den ersten Schneemann seit zwei Jahrzehnten in Empuriabrava auf dem Foto. Wir berichten weiter.....



Montag, 19.55 Uhr:

Empuriabrava, Margarida, Roses: Strom weg, Telefon weg, Chaos pur!

(MO) Das Chaos ist perfekt! Seit Stunden gehen in Empuriabrava, Santa Margarida und Roses weder Strom noch Telefon. Die Orte sind dunkel und nur hie und da sieht man den romantischen Schein von Kerzen. Und das Schlimme: auf Anfrage bei der Stromgesellschaft - via Handy - konnte niemand sagen, wann sich die Lage bessert oder was ueberhaupt passiert ist. Es ist unheimlich, wenn man die Strassen hinauf - und hinabblickt und nirgendwo auch nur ein Fuenkchem Licht zu sehen. Mittlerweile hat der Schneefall aufgehoert, dafuer regnet es nun und Sturm kommt auf. Saemtliche Geschaefte haben mittlerweile geschlossen, es gibt also noch nicht einmal zum Aufheitern ein Bier, Boese ist natuerlich, dass nun kaum noch Heizungen funktionieren und ueberall die alten Gasoefen herausgekramt wurden - nur giibt es kein Gas zu kaufen, weil der Lieferant im Schnee steckengeblieben ist. Wir melden uns wieder, sobald es Neuigkeiten gibt.

PS. Ein Gutes hat die Angelegenheit aber doch: zum ersten Mal hat ARENA ein Laptop benutzt - und dann auch noch mit mobilem Internetstick. Nur mit den oes, aes und ues hapert es ein wenig.



Montag, 21.33 Uhr:

Empuriabrava: Wasser auch weg!

(MO) Wenn es dicke kommt, dann richtig. In weiten Teilen von Empuriabrava ist mittlerweile auch das oeffentliche Trinkwassernetz zusammengebrochen, sodass aus den Haehnen nur mehr ein leichtes Rauschen zu hoeren ist. Grund ist, dass die Hauptpumpen auch mit Strom gespeist werden - der nun mal nicht da ist.



Montag, 21.40 Uhr:

Hoechste Alarmstufe fuer Provinz Girona ausgerufen

(MO) Der Zivilschutz der Provinz Girona hat aufgrund der bedrohlichen Situation die hoechste Alarmstufe ausgerufen. Weit ueber 200.000 Haushalte sind derzeit ohne Stromversorgung und man raet den Menschen, nicht in Panik zu verfallen. Wer noch ueber ein funktionierendes Handy verfuegt, soll Verwandte, Bekannte, Freunde oder Nachbarn anrufen, um gegebenenfalls bei einer Notsituation sofort reagieren zu koennen. Menschen ohne Heizmoeglichkeit sollen schnellstens zu Nachbarn gehen oder sich zumindest ausreichend bekleiden. Die Lage ist ernst!



Montag, 21.44 Uhr:

Grund für Stromausfall bekannt

(MO) Mittlerweile ist die Ursache fuer den Stromausfall bekannt: bei Figueres stuerzte ein Hauptstrommast unter den Schneemassen zusammen und sorgte dafuer, dass das ganze Alt Emporda ohne Energie ist. Die Stromgesellschaften arbeiten mit Hochdruck daran, ueber Nebenletungen wieder eine Grundversorgung herzustel- len, Wann? Keine Auskunft!

Das war vorlaeufig die letzte Nachricht, da der Laptop-Akku fast leer ist.



Dienstag, 15.44Uhr:

Strom wieder da - Probleme noch nicht gelöst

(MO) Seit knapp einer Stunde ist zumindest in Empuriabrava der Strom wieder da, Telefone funktionieren und Wasser gibt es seit 10.30 Uhr auch wieder. In Teilen des Ortes laufen die Mobiltelfone noch nicht, da noch nicht alle Sendemasten einwandfrei funktionieren. Ob die Strom- leitungen halten, ist nach Auskunft des Radiosenders RACC 1 noch nicht sicher. Bislang konnte man die fälligen Reparaturen nur notdürftig ausführen und insgesamt gibt es an vier Stellen in der Provinz Girona erhebliche Probleme. Hochspannungsmasten sind umgekippt und immer noch ist man sogar mit Hilfe von Hubschraubern dabei, dem Übel Herr zu werden. Anscheinend gehört Empuriabrava - zumindest in einigen Sektoren - zu den ersten Orten, die wieder Elektrizität haben: Port de La Selva, Llançà oder Gariguella sind noch völlig von der Aussenwelt angeschnitten.

Gegen Mittag wurde auch wieder der Grenzübergang bei La Jonquera geöffnet. Zuerst hatte sich ein LKW quergestellt und dann drohte bei Girona-Nord noch von einer Eisplatte Gefahr für die Autofahrer. Kleiner Trost: die Autobahngebühren entfallen heute.

Während der letzten knapp 24 Stunden waren in der Provinz Girona knapp 220.000 Haushalte ohne Strom und Feuerwehr und Polizei waren pausenlos unterwegs, um Personen aufzusammeln und in den nächstgelegenen Orten unterzubringen.

Bei Maçanet sassen 450 Menschen in einem Zug fest, der wegen eines umgestürzten Baumes nicht weiterfahren konnte. Heute Morgen wurden die Personen unter grossen Schwierigkeiten mit Bussen in Sicherheit gebracht.

Die Zugverbindungen Richtung Portbou sind weiterhin gesperrt.

Der Flughafen Girona hat seinen Betrieb wieder aufgenommen und letztendlich fielen trotz des wirdrigen Wetters nur relativ wenig Flüge aus. Die Icing-Maschinen haben ganze Arbeit geleistet.

In Empuriabrava hatten heute Vormittag nach Informationen nur drei Geschäfte geöffnet: Jorquim im Comercial Alberes verkaufte Gas, der Supermarkt Montserrat konnte dank immens starker Stromaggregate seinen Betrieb fast ohne Ausfälle aufrecht erhalten und der Supermarkt Mercadona hatte zumindest einige Teilbe- reiche für die Kundschaft geöffnet.

In Barcelona muss es auch noch ziemlich hektisch zugehen und der Verkehr dort bricht das eine ums andere Mal zusammen.



Dienstag, 16.33 Uhr:

Fakten zum Chaos

(MO) In etlichen Orten der Provinz Girona wurden gestern Abend Notunterkünfte in Sport- hallen eingerichtet, um festsitzende Autofahrer oder Bahnpassagiere aufzu- nehmen.

Heute waren in der Provinz 175 Fernstrassen gesperrt, die erst nach und nach wieder freigegeben wurden.

Mehr als 160.000 Schüler hatten „schneefrei“, weil die Busse nicht fuhren und in den Schulen kein Strom war.

An den Stränden im Alt Empordà wurden Wellen von bis zu sieben Meter erwartet. Ob dies tatsächlich so war, wissen wir nicht, weil wir man gestern Abend die Hand nicht vor Augen sah.

Die Generalitat wurde gerügt, weil sie trotz der Warnungen nicht genügend Vorkehrungen für die Bürger getroffen hatte.

Das schon länger bekannte Problem der unzulänglichen Stromversorgung kam heute bei der Regierung wieder auf den Tisch. Anscheindn verhinderte bislang regionales Kompetenzgerangel eine vernünftige Lösung.

In Girona mussten zwei Hauptstrassen komplett gesperrt werden, weil zwei Bäume unter der Last des Schnees umgeknickt waren.

Barcelona erlebte die schlimmsten Schneefälle seit 25 Jahren. Zum letzten Mal wurde dort am 5. Januar 1985 eine derart grosse Menge Schnee gemessen.

Viele Behörden im Alt Empordà warnten davor, dass das schlechte Wetter oder der nicht vorhandene Strom auch dunkle Gestalten anlocken könnte. „Sicherste“ Ziele für Einbrecher wären die Häuser, die eine scharf geschaltete Alarmanlage hatten, deren Sirenen stunenlang heulten und erst durch fehlende Batterien ausgingen. Hier kann oder konnte man sicher sein ,dass sich niemand im Haus befand/befindet.



Dienstag, 16.33 Uhr:

Immer noch keine volle Stromversorgung in Empuriabrava

(MO) Auch jetzt, um 16:25 Uhr, haben noch nicht alle Sektoren in Empuria-brava Strom. Betrof- fen ind unter anderem die Kanalgegenden, aber auch der Sektor Bahia, wo zudem anscheinend immer noch kein Wasser fliesst. Die Strassen sind mittlerweile fast schneefrei und die Aussicht Richtung Pyrenäen grandios: die Berge sind fast gänzlich unter einer weissen Kuppel verschunden. Das Rathaus von Empuriab- rava und Castelló d’Em-púries hat übrigens hervorragend reagiert: kurz nach Ausbruch der Schnee- fälle wurden provisorische Schneeräumer eingesetzt, die zwar in der Mitte der Fahrspuren eine dicke Schneewand hinterliessen, aber man konnte fast ohne Probleme die (Haupt)Strassen passieren.



Dienstag, 18.32 Uhr:

Toter unter Schneemassen gefunden

(MO) Sicherheitskräfte haben in der Nähe von Tordera (Maresme) die Leiche eines älteren Mannes gefunden, der von Schneemassen begraben war. Im Moment kennt man weder die Identität des Mannes noch kann man sagen, wie es zu dem Unglück kam. Derzeit ist der Mann der einzige bekannte, der durch das Wetterchaos zu Tode kam.

 

Dienstag, 18.32 Uhr:

Generalitat entschuldigt sich – aber nicht für Stromausfall

(MO) Heute Nachmittag haben sich Mitglieder der Generalitat Kataloniens – die Minister Joan Saura und Joaquim Nadal – entschuldigt. Aber nicht bei den Hunderttausenden, die vom Stromausfall betroffen waren, sondern bei denjenigen, die aufgrund fehlender oder schlechter Informationen in ihren Autos eingeschlossen wurden. Zum Thema Strom-chaos meinten sie nur, dass zwar einiges zu verbessern sei, man die Lage aber im Laufe des Dienstags gut in den Griff bekommen habe. Man dürfe die Situation nicht mit Ländern wie z.B. Deutschland vergleichen, da man dort besser auf solche Wetterumschwünge vorbereitet sei.



Dienstag, 18.34 Uhr:

Maresme: Kritik an fehlender Hilfe der Polizei

(MO) Der Bürgermeister von Tordera (Maresme), Joan Carles Garcia, hat vehement die fehlende oder unzureichende Hilfe der Polizei beklagt, die den etwa 200 im Schnee eingeschlossenen Autofahrern kaum unter die Arme griff. In die gleiche Bresche sprangen etliche Betroffene, die meinten, dass die Sicherheitskräfte weder Essen noch Decken zu den Eingeschlossenen gebracht hätten und man letztendlich auf Eigeninitiative und Hilfe von zufällig vorbeikommenden Lastwagen – die die Schneemassen noch überwinden konnten - angewiesen war. Lobend erwähnt wurde vor allem das Restaurant Cal Coix in Maçanet de la Selva, dass sofort und uneigennützig den Laden in eine grosse Schlafstätte verwandelte und die Menschen, die dort frierend und hilflos ankamen, unentgeldlich mit Mahlzeiten versorgte.



Dienstag, 18.35 Uhr:

Krankenhäuser ohne Probleme

(MO) Die Krankenhäuser der Provinz Girona hatten nach Aussage des katalanischen Innenministers Joan Boada keine Probleme mit dem Stromproblem und auch das Ärztenotfallsystem SEM meldete kaum Zwischenfälle, ausser das einige verschiebbare Operationen nicht durchge- führt wurden. Wesentlich schlechter sah es in den Gesundheitszentren (Caps) der einzelnen Gemeinden aus: hier gab es wie überall keinen Strom und die Hilfe für Kranke und Verletzte beschränkte ich auf die nötigsten Massnahmen.



Dienstag, 18.37 Uhr:

Fecsa/Endesa bezeichnet Stromausfall als „kleinen Unfall“

(MO) Die Informationen zum Stromchaos tickern nur sehr spärlich in unsere Redaktionscomputer, aber zumindest gibt es nun eine offizielle Stellungnahme des zuständigen Energieversorgers Fecsa/Endesa. Anscheinend waren nicht die umgestürzten Strommasten die Ursache für den Blackout, sondern ein Fehler im Netz der Hochspannungslinie zwischen Vic (Osona) und Juià im Bezirk Gironés in der Provinz Girona. Hier kam es zu Problemen der Glasfaser (oder optischen) Verbindungen und nach der Lokalisierung der Problemzone sei es nicht schwer gewesen, den Schaden zu beheben. Man setzte Hubschrauber ein, um die Linie möglichst schnell verfolgen und entsprechendes Personal vor Ort tätig werden lassen zu können. Frech ist nur, dass Fecsa/Endesa den Zwischenfall als „kleinen Unfall“ abtut nach dem Motto: so schlimm war es doch gar nicht. Wie die Gesellschaft reagiert, wenn vor allem von Unternehmen Schadenersatzklagen eintrudeln, bleibt abzuwarten.



Dienstag, 18.38 Uhr:

Noch heute sollen alle Gemeinden in der Provinz wieder Strom bekommen – auch Roses und Santa Margarida

(MO) Wie die Energieversorger Fecsa/Endesa und Red Eléctrica de Espanya in einer Presseerklärung verlauten liessen, sollen heute noch sämtliche Gemeinden in der Provinz Girona Strom erhalten. Unter die 120 Gemeinden fallen dann auch Roses und Santa Margarida, die zur Zeit noch ohne „Saft“ dastehen.



Dienstag, 18.39 Uhr:

Immer noch Stromschwankungen in Empuriabrava

(MO) Auch um 18.00 Uhr lief der der Strom in Empuriabrava nicht reibungslos und war zwischendurch wieder für ein paar Minuten ganz weg. Es gibt immer wieder starke Schwankungen bei der Elektrizität und bereitet vor allem empfindlichen Geräten wie Sat-Receivern und Computern Probleme. Es hält sich aber in Grenzen.



Mittwoch, 9.44 Uhr:

Provinz Girona: 33 Strommasten umgefallen

(MO) Den schweren Schneefällen sind in der Provinz Girona ingesamt 33 Strommasten zum Opfer gefallen. In fast allen Fällen konnte die Stromgesellschaft schnell reagieren und die ausgefallenen Leitungen umleiten. Gefahr besteht bei Überlastung der restlichen Leitungen.



Mittwoch, 9.44 Uhr:

Heute bitterkalt: maximal 3 Grad werden erwartet

(MO) Der Restschnee wird wohl in Empuriabrava, Santa Margarida und Roses noch ein wenig liegenbleiben. Nach Angaben des katalanischen Wetterdienstes soll heute die Maximaltemperatur drei Grad betragen - und das auch nur am Mittag. Ansonsten herrschen Kühlschranktemperaturen um den Gefrierpunkt.



Mittwoch, 9.45 Uhr:

Stromanbieter hielten Versprechen nicht: Immer noch 30% ohne Strom

(MO) Die gestern Nachmittag getätigten Aussagen des Stromanbieters Fecsa/Endesa konnten nicht eingehalten werden: circa 30% oder 66.000 Haushalte in der Provinz Girona mussten die zweite Nacht hintereinander ohne Strom auskommen. Man ist zwar guter Hoffnung, heute im Laufe des Tages die Lage zu normalisieren, gibt jedoch keine Garantie.



Mittwoch, 9.45 Uhr:

Bis zu 49 Kilometer Stau bei La Jonquera

(MO) Gestern Abend um 18.00 Uhr gab die französische Verkehrsdirektion Order, die Autobahn nur noch für eine Spur zu öffnen. Dies verursachte auf katalanischer Seite bei La Jonquera Staus von bis zu 49 Kilometern, verursacht hauptsächlich durch LKW’s. Zwar machte man eine Spur für normale Autos frei, dies reichte aber bei weitem nicht aus, um dem Andrang auch nur ansatzweisse Herr zu werden.



Mittwoch, 9.46 Uhr:

Probleme auf Nebenstrassen in der Provinz Girona

(MO) Autofahrer,die dem heftigen Verkehr auf den Autobahnen oder der Nationalstrasse II entgehen wollen, kommen vom Regen in die Traufe. Noch immer haben es die Räumfahrzeuge nicht geschafft, alle Strassen vom Schnee zu befreien und es kam auch heute in den Morgenstunden zu zahlreichen Staus. Ein grosses Problem sind die Fahrzeuge, die im Schnee eingeschlossen waren und noch immer dort stehen: die Fahrer haben sich in Sicherheit gebracht und die Abschleppwagen kommen nicht zu den Fahrzeugen.



Mittwoch, 9.47 Uhr:

Zugverkehr immer noch behindert

(MO) Die Züge aus Richtung Barcelona in die Provinz Girona verkehren immer noch unregelmässig. Etliche Verbindungen mussten annulliert werden und der Berufsverkehr leidet schwer unter den Unregelmässigkeiten. Wo keine Züge fahren können, setzt man Busse ein, um die Menschen an ihr Ziel zu bringen - doch diese bleiben häufig im Stau stecken. Im Moment ist die Strecke Richtung Portbou noch nicht freigegeben.



Mittwoch, 9.47 Uhr:

Alt Empordà: Mehr als 2.000 Menschen verbrachten die Nacht in Turnhallen oder Gemeindezentren

(MO) Man mag es fast nicht glauben: In der Nacht von Montag auf Dienstag suchten in diversen Orten des Alt Empordà mehr als 2.000 Menschen Schutz in Sporthallen, Gemeindezentren oder ähnlichen Gebäuden. Die meisten von Ihnen konnten entweder nicht mit dem Auto oder Bahn weiterfahren oder hatten Angst, die Nacht im eiskalten Zuhause ohne Strom zu verbringen. Die meisten - nämlich mehr als 600 - wurden in La Jonquera versorgt, aber auch in Figueres (130), Sant Miquel de Fluviá (210), Portbou, Bàscara und Saus-Camallera (jeweils mehrere Hundert) suchte man Schutz.



Mittwoch, 9.47 Uhr:

LKW-Fahrer sitzen seit Freitag fest

(MO) Im Industriegebiet Vilamalla sitzen seit Freitag eine Reihe von LKW-Fahrern fest, denen es bislang unmöglich war, ihre Waren zu den Empfängern zu bringen. Diejenigen, die Freitag geladen haben und Richtung Nordeuropa fahren wollten, mussten wegen des Fahrverbots in Frankreich sowieso ausharren und am Montag konnte die Reise wegen der starken Schneefälle nicht weitergehen. Die Fahrten werden wahrscheinlich erst heute fortgesetzt werden können.



Mittwoch, 9.48 Uhr:

VORSICHT! Stellenweise Glatteis

(MO) Wer in Empuriabrava - in erster Linie zu Fuss - unterwegs ist, sollte die Augen offenhalten. Teilweise hat sich der Schnee oder Schneematsch in Eispisten verwandelt und die Gefahr des Ausrutschens ist sehr hoch. Die Strassen sind zwar grösstenteils frei, aber Nebenwege, Einfahrten oder die Strassenränder bergen eine hohe Rutschgefahr.



Mittwoch, 9.48 Uhr:

Strände teilweise gesperrt

(MO) Zahlreiche Gemeinden der Provinz Girona und Barcelona haben die Zugänge zu den Stränden gesperrt bzw. verbieten das Betreten. Grund ist die Gefahr hohen Wellengangs - man spricht teilweise von bis zu sieben Metern. In Empuriabrava wurden noch keine Verbote ausgesprochen.



Mittwoch, 9.49 Uhr:

Wieder Schule in Empuriabrava und Castelló

(MO) Nach Informationen der Website des Rathauses von Empuriabrava und Castelló d’Empúries kehren die Schüler heute in ihre Lehranstalten zurück. Der Schulbusverkehr wwird oder wurde wieder aufgenommen. Gestern hatten in Katalonien mehr als 200.000 Schüler frei.



Mittwoch, 9.49 Uhr:

Rathaus sucht Fotos aus Empuriabrava

(MO) Das Rathaus von Empuriabrava und Castelló d’Empúries hat ein Aktion zum Einsenden von Fotos gestartet. Um das Schneechaos vom Montag auch für kommende Generationen zu dokumentieren, will man möglichst viele Bilder archivieren und Bürger, die die Schneefälle fotografiert haben sind aufgerufen - wenn sie denn möchten - diese an folgende E-Mail-Adresse zu senden: premsa(at)castello(dot)cat

 

 

 

 

Mittwoch, 17.00 Uhr:

Immer noch Gemeinden ohne Strom

(MO) Es ist unfassbar: immer noch sind etliche Gemeinden in der Provinz Girona ohne Strom. Es ist ein Skandal!



Mittwoch, 17.05 Uhr:

ARENA berichtet weiter

(MO) Entweder im Internet unter www.arena-info.com oder morgen in der Druckausgabe werden wir weiter informieren. In der Freitagausgabe werden wir auch das entsprechende Fotomaterial nachreichen, dass heute dem Platzmangel zum Opfer fiel.

Samstag 09. März 2019 09.03.19 17:52

          

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