EMPURIABRAVA, 20.05.2019 - 00:47 Uhr

Von Wellen geschädigte Mauern an der Hafeneinfahrt Empuriabrava müssen repariert werden

EMPURIABRAVA / KATALONIEN / SPANIEN: Die Mauern der Hafeneinfahrt in Empuriabrava befinden sich in einem beklagenswerten und schon gefährlichen Zustand, erklärt Quim Cruset, Chef der Hafengesellschaft MCS der Marina. In den vergangenen Jahren schlugen die Wellen mit ungeheurer Wucht auf die Mauern und das Ergebnis ist, das der zwischen den Gesteinsbrocken befindliche Sand weggespült wurde und nun tonnenschwere Steine teilweise in der Luft hängen oder sich so weit bewegen, das sie herunterstürzen könnten. MCS konnte in einer Notfallaktion noch das Schlimmste verhindern, doch nun wird ein Plan erstellt, wie man die Hafenmauer endgültig retten kann und das möglichst schnell und effektiv.

Eine Möglichkeit wäre, den Weg auf der Betonmauer zu nutzen, um mittels einer mobilen Plattform Wellenbrecher mit einem Gewicht zwischen 1.000 und 5.000 Kilo zu „versenken“, die der Gewalt der Wellen standhalten würden. Diese Aktion würde etwa 300.000 Euro kosten, hat aber das Problem, das die Verwaltungsgesellschaft nicht über liquide Mittel in dieser Höhe verfügt.

Eine zweite Möglichkeit wäre, die Mauern so gut es geht abzudichten und das auf einer Länge von einem Kilometer. Dies würde „nur“ 80.000 Euro kosten und wäre nicht so effektiv wie das erste Modell.

Ein Grund für den Geldmangel ist, das sich immer noch viele Besitzer von Liegeplätzen im Ort weigern, ihre Quoten zu zahlen (zwischen 40 und 45%). Derzeit führt man mehr als 1.000 Einzelprozesse gegen die Schuldner – und das mit Einverständnis der Generalitat von Katalonien. Laut Quim Cruset ist dies die teuerste Möglichkeit an das Geld zu kommen, aber auch die effektivste. Ausserdem kann die Hafengesellschaft Boote stilllegen, wenn die Quoten für die Nutzung der Kanäle nicht bezahlt wurden. Dies hat der Oberste Gerichtshof in Spanien bestätigt und mittlerweile wurden zwölf Schiffe versiegelt und die Besitzer können diese erst wieder nutzen, wenn die Schulden bezahlt sind.

Diejenigen, die nicht zahlen wollen sollten einmal darüber nachdenken, dass sie unter Umständen dazu beitragen, das das Kanäle oder die Hafeneinfahrt immer mehr beschädigt werden, weil wegen fehlender Mittel einfachste Reparaturen nicht durchgeführt werden können. Solidarität geht anders.....

Mittwoch 06. März 2019 06.03.19 21:09

          

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