EMPURIABRAVA, 20.05.2019 - 00:30 Uhr

Vor 80 Jahren sank die „Saint Prosper“ in der Bucht von Roses – 27 Tote

ROSES / KATALONIEN / SPANIEN: Es geschah am 8. März 1939 – knapp einen Monat nach Beendigung des Spanischen Bürgerkriegs und der Besetzung des Alt Empordà durch Francos Truppen. Das französische Handelsschiff „Saint Prosper“ suchte wegen eines Unwetters Schutz und fand die nahegelegene Bucht von Roses. Was allerdings niemand wusste war, dass die Republikaner etliche Wasserminen im Eingang der Bucht verankert hatten und so geschah, was passieren musste: die „Saint Prosper“ lief auf eine Mine auf und sank unmittelbar und schnell. Zwar sah ein Fischer aus Roses noch einen Feuerblitz, konnte sich aber nicht erklären, was dies war. Mit dem Schiff ging auch die komplette Mannschaft mit unter – insgesamt 27 Menschen, von denen keiner überlebte.

Das Schiff geriet in Vergessenheit und es sollte bis zum Jahr 1967 dauern, ehe der katalanische Taucher Eusebi Escardivol das Wrack entdeckte und auch den Namen „Saint Prosper“ identofizierte, aber wegen fehlender Dokumente wurde der Fall nicht weiter verfolgt.

Erst im Jahr 2015 erhielt man dann Gewissheit, als Taucher dann mittels Fotos Gewissheit erhielten, das es sich bei dem Wrack um den französischen Frachter handelte. Man fand heraus, dass die meisten der Besatzungsmitglieder au der Bretagne aus dem kleinen Ort Paimpol stammten. Man informierte die Familien in Frankreich und im Jahr 2009 – immerhin 70 Jahre später – fand in Roses eine Gedenkfeier mit den noch lebenden Angehörigen statt und man errichtete eine Gedenkstein in der Nähe des Leuchtturms mit katalanischer und französischer Inschrift.

Sonntag 03. März 2019 03.03.19 20:07

          

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