EMPURIABRAVA, 20.05.2019 - 11:24 Uhr

400 Prostituierte identifiziert

EMPORDÀ / KATALONIEN / SPANIEN: In einer gross angelegten Razzia wurden in den vergangenen Wochen elf Bordelle im Empordà von über 200 Polizisten heimgesucht und acht Verdächtige festgenommen. Das Aufgebot lief unter dem Motto „Operation Würde“ und sollte feststellen, ob die mehrheitlich aus dem Ausland stammenden Liebesdienerinnen mit ihrer Tätigkeit die spanische Sozialversicherung um erhebliche Beträge betrogen hätten. Die acht festgenommenen Männer machten von ihrem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch, da der Fall noch nicht gerichtsanhängig war. Die ermittelnden Behörden versprachen sich fette Einnahmen für den Staat, da auch der Konsum von Alkohol, wie ihn die Freier an der Bar notgedrungen den Mädchen anbieten müssen, steuerpflichtig sei. Die Prostituierten hierzulande sind bei der Sozialversicherung nicht angemeldet, haben keine Arbeitsverträge und können bei ihrer als „ilegal“ bezeichneten Berufsausübung auch keine Arbeitnehmerrechte geltend machen. Die Betreiber der Bordelle machen aus allem Geld: sie partizipieren an den Einnahmen aus den Getränken, die die Freier ihren Damen offerieren müssen und berechnen andererseits den Nutten die Lieferung von Bettwäsche und Präservativen, zuzüglich zu der Tagesmiete des Zimmers. Beobachtungen an den Kennzeichen der Autos, die vor den Bordellen halten, ergaben in letzter Zeit, dass 63 Prozent der Freier aus unserem Nachbarland Frankreich kamen.

Sonntag 24. Februar 2019 24.02.19 15:25

          

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