EMPURIABRAVA, 16.10.2019 - 00:19 Uhr

Spanien: Gratisbefruchtung einer Lesbe?

MADRID / SPANIEN:  Ein Gericht im Autonomiegebiet Asturias hat einer lesbischen Frau recht gegeben, die versucht hatte, mit künstlicher Befruchtung schwanger zu werden und diese Behandlung aus eigener Tasche bezahlt hatte. Das Gericht entschied, die Frau müsse mit 7.700 Euro entschädigt werden, denn sie hätte einen Anspruch auf kostenlose Behandlung gehabt.

Die künstliche Befruchtung auf Staatskosten ist in den Autonomiegebieten Katalonien, Murcia und Asturias nur bei dem Nachweis echter Sterilität gegeben und kann nicht beansprucht werden, wenn einfach nur „der männliche Faktor fehlt“. Das abweichende Urteil des Gerichtes im vorliegenden Fall stützte sich auf das Gleichheitsprinzip, das in der spanischen Verfassung verankert ist und das besagt, dass niemand wegen seiner sexuellen Orientierung benachteiligt werden dürfe. Man könne also einer Lesbe nicht zumuten, „sexuelle Beziehungen zu einem Mann zu unterhalten“, nur um ihren Kinderwunsch zu erfüllen.

Mittwoch 24. Juli 2013 24.07.13 21:41

          

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