EMPURIABRAVA, 12.11.2019 - 00:04 Uhr

Taxifahrer am Flughafen Girona mit Verlusten von bis zu 70%

GIRONA / KATALONIEN / SPANIEN: Das Taxigeschäft am Flughafen Girona ist seit etwa drei Jahren verlustreich. Die 20 ständig dort vorhandenen Droschken führen das auf drei Punkte zurück: die allgemeine Krise, den im letzten Jahr starken Rückzug von Ryanair und vor allem die immer mehr werdenden „Piratenfahrten“. Alles zusammen hat dazu geführt, dass die einzelnen Unternehmer Verluste von bis zu 70% hinnehmen mussten und nun schon etliche der ehemals lukrativen Lizenzen zum Verkauf stehen. Wurden vor drei Jahren noch 16 Sommerlizenzen für zusätzliche Taxis gewährt, wurden diese im vergangenen Jahr komplett gestrichen und in diesem Jahr werden – aber auch nur wenn es gut läuft – acht weitere temporär ausgestellt.

Zwar ist man vorsichtig optimistisch, dass das Jahr 2012 besser werden wird als 2011 – diese Annahme beruht auf die Rückkehr von Ryanair in alter Stärke – und doch rechnet an höchstens mit einer Umsatzsteigerung von 10%.

Das grösste Problem für die offiziellen Taxifahrer wird bleiben: die „Freundschaftsdienste“, also Privatfahrten zum Flughafen, um Urlauber dort abzuholen und wieder hin zu bringen. Die Droschkenfahrer bemerken schnell, wer öfter zum Airport kommt und Leute bringt bzw. abholt. In der Regel wird dann die Polizei informiert, damit diese die entsprechenden Fahrzeuge kontrolliert und feststellt, ob illegale Fahrten vorgenommen werden. Doch die Beweisführung ist schwierig, da mittlerweile auch diese Flughafentransfers alle Tricks kennen, um nicht auffällig zu werden.

Trotzdem wollen die Taxifahrer jetzt noch einmal einen Vorstoss wagen und gegen die illegale Konkurrenz vorgehen. Was genau gemacht wird und wie die Massnahmen aussehen, wurde natürlich nicht bekanntgemacht, aber man „versprach“ wirkungsvolle Methoden in Zusammenarbeit mit der Polizei.

Donnerstag 15. März 2012 15.03.12 07:02

          

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