EMPURIABRAVA, 25.06.2019 - 05:34 Uhr

Katalonien: Erster grosser Reiseveranstalter will Gäste wegen Touristensteuer zu anderen Zielen schicken

KATALONIEN / SPANIEN: Die geplante Touristensteuer in Katalonien, die jeden Besucher zwischen einem und drei Euro pro Tag kosten wird, sorgt für immer mehr Widerstand. Nachdem sich die Tourismusorganisationen der einzelnen Provinzen ganz klar gegen diese Abgabe ausgesprochen haben und nun möglichst schnell das Gespräch mit der Generalitat suchen wollen, droht nun der erste grosse Reiseveranstalter mit dem Abzug seiner Gäste aus Katalonien hin zu anderen Zielen.

Thomas Cook hat als erstes Reiseunternehmen reagiert und droht mit Konsequenzen. In einer Pressemitteilung stellte man klar, den Kunden nicht noch höhere Kosten aufbürden zu können und selber ist man nicht bereit, die Kosten zu übernehmen, da die Marge dies nicht hergeben würde. Thomas Cook befördert jedes Jahr etwa 140.000 Urlauber nach Katalonien und man stellt schon Überlegungen an, diesen Alternativen anzubieten. Da man den Gästen nachträglich nicht zusätzliche Kosten in Rechnung stellen kann, gibt es nur zwei Möglichkeiten: die Hoteliers übernehmen die Gebühr oder die Kunden können sich zum gleichen Preis ein anderes Domizil aussuchen – das nicht in Katalonien liegt.

Die Tourismusbranche geht davon aus, dass in Kürze andere Veranstalter nachziehen und so den Druck auf die katalanische Regierung verstärken werden.

Montag 26. Dezember 2011 26.12.11 19:12

          

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