EMPURIABRAVA, 25.06.2019 - 05:35 Uhr

Katalanische Politikerin attackiert Zapatero: Undank ist der Welt Lohn

KATALONIEN / SPANIEN: So oder ähnlich muss es für die Sozialisten um José Luis Rodriguez Zapatero geklungen haben, als ausgerechnet die bisherige Verteidigungsministerin Carme Chacón jetzt mit  ihm abrechnete. Schliesslich hatte Zapatero angesichts schwindender Vertrauenswerte zu vorzeitigen Neuwahlen aufgerufen und diese am 20. November verloren. Dass eine seiner Vertrauenspersonen der allerersten Stunde, eben die Katalanin Carme Chacón, ihm nun den Rücken kehrt und zu einer Kampagne aufruft, die sozialistische Partei PSOE neu zu gestalten, das dürfte den Ex-Ministerpräsidenten  tief treffen.

Aber Politik ist nun mal nichts für Gefühlsmenschen.  Am Dienstag letzter Woche veröffentlichten 30 Spitzenköpfe der Sozialisten ein Manifest unter dem Motto „Noch viel PSOE zu gestalten“, einen Aufruf, der von bekannten Köpfen der Partei unterzeichnet war wie dem bisherigen Justizminister Francisco Caamaño, den Ex-Ministern López Aguilar, Cristina Narbona und José Borrell und natürlich Carme Chacón persönlich. Darin kritisierten die Autoren die politische Führung von Rodríguez Zapatero und die Wahlkampagne von Alfredo Pérez Rubalcaba bei den Parlamentswahlen vom November.  

Der Gegenangriff liess nicht auf sich warten: enge Verbündete des letzten Ministerpräsidenten machten sich unter dem Titel Luft: „ Sí estuvimos allí  (Ja, wir waren dort). Sie fanden es „eine Ehre“, unter Zapatero an dessen Erfolgen auf den Gebieten  der Erweiterung der Persönlichkeitsrechte und Freiheiten mitgearbeitet zu haben, wie auch der sozialen Errungenschaften, wie sie in Zapateros erster Amtszeit erreicht worden seien. Es sei „unappetitlich“, dass enge Gefolgsleute aus jener Zeit Zapatero nun kritisierten.

Montag 26. Dezember 2011 26.12.11 18:58

          

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