EMPURIABRAVA, 23.05.2019 - 12:55 Uhr

APROEM: Fehlschlag bei der Gründung einer Nutzergemeinschaft der Marina Empuriabrava

EMPURIABRAVA / KATALONIEN / SPANIEN: Die Interessengemeinschaft APROEM hat ARENA eine Pressemeldung zukommen lassen, in der man sich ausführlich und vor allem kritisch mit der Gründung der Nutzergemeinschaft der Marina in Empuriabrava auseinandersetzt.

Laut einer auf der Website von Port Empuriabrava S.A  (Konzessions-Firma des Bereichs Bocana in Empuriabrava und des Bereichs der öffentlichen Anlegestellen) veröffentlichten Liste hat die Marina 4.700 Nutzer von Anlegestellen. Diese „Nutzer“ haben entweder von ihren Häusern aus einen direkten Zugang zum Kanal oder verfügen über einen Anlegesteg für ihr Schiff, der sich entweder auf ihrem eigenen Grundstück befindet oder zumindest an der Kanalmauer.

Im Jahr 2007 wurde der Prozess der „Regulierung“ der Marina gestartet, der in Zusammenarbeit mit dem Rathaus in Castelló d’Empúries eingeleitet werden sollte. Aber seit 2007 haben sich nur etwa 400 Nutzer offiziell in eine Liste eingeschrieben.
Am vergangenen 17. Dezember wollte Port Empuriabrava S.A. Bewegung in die Sache bringen und man berief eine Versammlung ein, um eine Nutzergemeinschaft zu konstituieren. Die meisten Bürger aus Empuriabrava, die durch Anwälte und Vereinigungen repräsentiert werden, hatten im Vorfeld den Konzessionär ihr Missfallen an dieser Versammlung zum Ausdruck gebracht. APROEM hatte schon am 7. Dezember dem Konzessionär mittels eines Bürofaxes mitgeteilt, dass man nicht einverstanden sei, da die Betriebsregeln von Port Empuriabrava S.A. – um ihre Richtigkeit zu legitimieren – vor dem höchsten Gericht Kataloniens, dem Tribunal Superior de Justícia de Catalunya, angefochten werden.

Bei der Versammlung fanden sich wenig mehr als 70 Personen ein. Trotzdem versicherte der Konzessionär, dass diese 15,71% der Nutzer repräsentieren würden (einige hatten sicher eine Vertretungsvollmacht für andere dabei). Wenn man jedoch bedenkt, dass Port Empuriabrava alleine 11% der gesamten Anteile hält, fragen wir uns, wie man auf die Idee kommt, dass die Versammlung ein Erfolg war.  Trotzdem wurden die Tagesordnungspunkte und die Konstituierung der Nutzergemeinschaft durchgezogen, die Statuten wurden verabschiedet und ein Vorstand wurde gewählt.

Die Versammlung war lang und kompliziert. Die Stimmung war aufgeheizt. Einige Repräsentanten von Nutzern meinten unter dem Beifall vieler Anwesenden, dass die Versammlung nicht legal sei. Darüberhinaus gab es Kritik wegen mangelnder Transparenz in der den Anwesenden vereinfacht vorgetragenen Dokumente (auf der Website des Konzessionärs stehen die Statuten nicht zur Verfügung) und einige Franzosen bemängelten, dass kein Übersetzer anwesend war.

APROEM vertraut darauf, dass die Unregelmässigkeiten vom höchsten Gericht mit berücksichtigt werden. Nichtsdestotrotz muss schnellstmöglich eine Lösung gefunden werden und die Normen zum Funktionieren von Empuriabrava müssen so angelegt werden, dass der Ort wieder zur schönsten Marina der Welt wird.

Montag 26. Dezember 2011 26.12.11 19:14

          

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